03.06.2019 | Von Bernhard Raos

Die Gefahren für die Assekuranz

Der Rückversicherer Swiss Re identifiziert fünf große Risiken für die Versicherungsbranche.

Versicherung (Bildquelle: filmfoto/iStock/Getty Images Plus)

Die Ansage ist überaus deutlich: „Es geht ans Eingemachte“. Mit diesen klaren Worten bringt der Rückversicherer Swiss Re in seinem aktuellen Sonar-Report die relevanten Risiken für die Versicherer auf den Punkt. Der soeben veröffentlichte Bericht versteht sich als eine Art Frühwarnsystem für die Assekuranz.

Demnach muss sich die Branche vor allem auf fünf Herausforderungen einstellen:

Veraltete Infrastruktur. Die Hardware in Bereichen mit kritischer Infrastruktur, wie bei Stromnetzen oder Krankenhäusern, ist oft veraltet. Das führt für Versicherer zu einer höheren Risikokumulation und birgt mehr Verlustpotenzial in den Bereichen Sach- und Personenschäden, Betriebsunterbrechungen und Cyberrisiken.

5G-Technologie. Die vielseitigen Bedenken zum Ausbau der Telekommunikationsnetze mit 5G-Technologie sind nicht ausgeräumt und werden tendenziell zunehmen. Cyberkriminelle könnten 5G nutzen, um schneller Daten zu klauen. Datenschutz- und Sicherheitsverletzungen sowie Spionage belasten den technologischen Fortschritt.

Risiko Zentralbanken. Kommt es zum Konjunkturabschwung, sind fiskalpolitische Reaktionen gefordert. Das bringt die Zentralbanken weiter ans Limit. Mögliche Folgen sind mehr Unsicherheit und Volatilität an den Finanzmärkten sowie ein Rückgang der Bewertungen der Vermögenswerte.

Mehr Gentests. Die Kosten für Gentests sinken und machen sie für Privatpersonen erschwinglich. Das hat Auswirkungen auf die Lebensversicherer, was Persönlichkeitsrechte, aufsichtsrechtliche Vorschriften und den Datenschutz betrifft.

Die durch den Klimawandel ausgelösten Hitzewellen, Dürre, Brände, Überschwemmungen und Seuchen bedrohen die Gesundheit der Menschen. Es besteht die Gefahr, dass die Gesundheitskosten massiv zunehmen und die Sterblichkeitsraten steigen.

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