Der Widerstand der US-Wettbewerbshüter führt dazu, dass die Versicherungsmakler AON und Willis Towers Watson ihre geplante Fusion absagen.

Durch ihre Fusion wären Willis Towers Watson und Aon zum weltweit größten Versicherungsmakler verschmolzen. Heute sagten beide Parteien die 30 Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung ab, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet https://www.reuters.com/business/finance/aon-willis-towers-watson-call-off-30-bln-merger-2021-07-26/. Als Grund nennt Reuters Einwände der US-Regulierungsbehörden und daraus entstandene Verzögerungen und Unsicherheiten in Bezug auf die geplante Fusion.

Am Freitag dieser Woche wird AON Geschäftszahlen für das zweite Quartal bekanntgeben. Reuters berichtet, dass AON 1 Milliarde US-Dollar Kündigungsgebühren an Willis Towers Watson zahlen wird. Willis Towers Watson selbst teilt demnach am Montag mit, Aktienrückkäufe mit 1 Milliarde US-Dollar anzukurbeln. Auch wollen beide Unternehmen ihren laufenden aussichtslosen Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium beenden.

Zwar konnten die beiden Partner in der Vergangenheit einige kartellrechtliche Bedenken wegen der Fusion ausräumen, doch den Widerstand des US-Justizministeriums konnten sie nicht überwinden. Dessen Argumente gegen einen Zusammenschluss zielten auf zu wenig Wettbewerb im Markt und in der Folge einen Preisanstieg ab.

Laut Reuters befürchtete das Ministerium zudem negative Auswirkungen auf die Bereiche Rückversicherungsvermittlung, Alters- und Rentenplanung sowie private Rentner-Multi-Carrier-Gesundheitsbörsen.

Weiteres zu den Hintergründen zu dieser Fusion können Sie hier lesen: https://www.dpn-online.com/institutionelle-investoren/probleme-bei-der-uebernahme-von-willis-tower-watson-durch-aon-98149/

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