07.08.2019 | Von Bernhard Raos

Aktien geben Schub für Schweizer Rentenkassen

Die durchschnittliche Rendite für helvetische Vorsorgeeinrichtungen im ersten Halbjahr 2019 betrug 8 Prozent.

Mit einem geschätzten Deckungsgrad von 116,1 Prozent erreichten die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz zum 30.6.2019 den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung stieg der Deckungsgrad leicht an auf 109,7 Prozent. Dies zeigt der aktuelle Pensionskassen-Monitor der Swisscanto Vorsorge AG.

Zugleich fragen sich die Autoren, ob dies nicht der Zeitpunkt sei, um die Diversifikation des Portfolios zu prüfen. Der Erfolg ist nämlich vor allem einer Asset-Klasse geschuldet. Performance-Treiber waren in den ersten sechs Monaten die Aktien Schweiz mit einem Plus von 21,84 Prozent und Aktien Welt (+ 15,36 Prozent), gefolgt von Immobilien Schweiz (+8,23 Prozent). Sämtliche Asset-Klassen konnten zulegen, am geringsten die Hedge Fonds (+1,66 Prozent). Die vermögensgewichtete Rendite lag bei durchschnittlich 8,00 Prozent.

Eine Deckung von 100 Prozent und mehr weisen per 30. Juni 2019 insgesamt 96 Prozent der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen und 90,8 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung auf. Fast 60 Prozent der privatrechtlichen Kassen übertreffen das Deckungsgradniveau von 115 Prozent.

Auch bei der Halbjahrs-Performance ergibt sich eine grosse Bandbreite. So erreichten 7,8 Prozent der berücksichtigten Kassen eine Rendite von 10 Prozent und mehr, während 6,3 Prozent um weniger als sechs Prozent zulegen konnten. Grundlage für die Schätzungen des repräsentativen PK-Monitors sind die Angaben von 531 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von 660 Milliarden Franken.

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