Zum 30. jährigen Jubiläum seiner zweier Flaggschifffonds hat der Vermögensverwalter Clartan Grundsätze zusammengefasst, die laut eigenen Angaben maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.

Seit 30 Jahren bestehen die Fonds Clartan Valeurs und Clartan Patrimoine bereits. Um ein solch langes Bestehen zu ermöglichen, sind richtungsweisende Grundsätze von großer Wichtigkeit. Clartan hat sich diese 30 Jahre zum Anlass genommen um zehn Lehren zusammenzufassen, welche auch für zukünftige Investments interessant sein könnten.

1. Vermögensverwaltung benötigt Zeit. Man muss in der Lage sein, in einer Aktie investiert zu bleiben, wenn die langfristigen Fundamentaldaten gut sind. Schlechte Nachrichten sollten die Strategie nicht unmittelbar aus dem Gleichgewicht bringen.

2. Die Analyse ist ein entscheidender Teil des Prozesses. Nur durch klar strukturierte und detaillierte Analysen lassen sich Unternehmen finden, die dank Wettbewerbsvorteilen eine verlässliche Investitionsmöglichkeit darstellen und gleichzeitig Eintrittsbarrieren aufweisen, die hoch genug sind, um nachhaltiges Wachstum zu generieren und um das Diskontierungsniveau abzuschätzen.

3. Verschiedene Perspektiven sollten berücksichtigt werden. Anlageentscheidungen, die kollegial im Team getroffen werden, helfen, den Fokus zu behalten, Verführungseffekte zu vermeiden oder bestimmten Modeerscheinungen zu folgen. Das für den Fonds verantwortliche Team besteht idealerweise aus mindestens vier Frauen und Männern unterschiedlichsten Alters und Herkunft.

4. Interessenskongruenz sollte hergestellt werden. Angestrebt werden sollte eine Gleichschaltung der Interessen zwischen dem Fondsteam und den Investoren, wobei deren Zufriedenheit – und damit die Steigerung des verwalteten Vermögens – der Wachstumsmotor der Gruppe ist.

5. Klarheit beibehalten. Niemand sollte auf Geschäftsmodelle setzen, die man nicht versteht oder die auf nur erhofften Erträgen beruhen (negative Beispiele siehe Internetblase von 2000).

6. Neugierde beibehalten. Man muss bereit sein, auch in zukünftige Technologien zu investieren. Dies erfordert Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft im gegenwärtigen Moment.

7. Nachforschen. Ein guter Investor muss Zugang zum Unternehmensmanagement haben, um dessen Strategie zu verstehen und gelegentlich Vorbehalte zu äußern. Unabhängig vom Grad der Beteiligung gibt es heutzutage keinen Mangel an Kanälen, um an Informationen zu kommen.

8. Das globale Wachstum für sich nutzen. Frankreich im Speziellen und Europa im Allgemeinen haben eine Reihe von Investmentperlen mit internationaler Dimension. Durch geografische Diversifizierung kann das Risiko gestreut werden.

9. Kritisch recherchieren. Informationen sind heute überall und zu jeder Zeit verfügbar, und wie bei den Medien ist es wichtig zu wissen, wie man sie qualifiziert und kategorisiert.

10. Nachhaltigkeit langfristig denken. Man sollte in Unternehmen investieren, die helfen, die Welt von morgen zu gestalten und Krisen besser zu überstehen.

Guillaume Brisset, CEO von Clartan Associés resümiert: „Auch wenn manche Grundsätze zunächst simpel klingen mögen, so zeigt die Börsengeschichte, dass es manchmal harte Disziplin erfordert, bei seinen Prinzipien zu bleiben. Für den langfristigen Erfolg ist das entscheidend.“

Guillaume Brisset, Quelle Clartan

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