In München geben die Mieter den größten Anteil ihres Einkommens für die Miete aus. 35 Prozent ihres Nettoeinkommens planen die Mietinteressenten durchschnittlich ein. In Salzgitter, Gelsenkirchen und Jena sind es knapp 10 Prozent weniger.

Im deutschlandweiten Vergleich planen Mieter in München den größten Anteil ihres Einkommens für die monatliche Miete ein. Sie kalkulieren mit 35 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Immoscout24. In Städten wie Salzgitter, Gelsenkirchen und Jena sind es knapp 10 Prozent weniger. In Salzgitter planen Mieter 25,9 Prozent ihres Einkommens ein, in Gelsenkirchen und Jena sind es jeweils 26,1 Prozent und 26,5 Prozent.

Immoscout24 hat untersucht, welchen Anteil ihres Nettoeinkommens Wohnungssuchende bereit sind, in den 80 größten Städten für Mietwohnungen zu zahlen. Dafür analysierte die Wohnungsplattform, welche Anzeigen Suchende anschrieben und verglichen das mit den angegebenen Nettohaushaltseinkommen.

München, Oldenburg und Ludwigshafen sind Spitzenreiter

Wie zu erwarten, zeigten sich bei den Städten große Unterschiede. München landet auf dem Spitzenplatz, dicht gefolgt von Heilbronn. Dort planen Suchende 34,3 Prozent ihres Einkommens für Miete ein. In Oldenburg und Ludwigshafen am Rhein liegt der Anteil bei knapp 34 Prozent – auch wenn in beiden Städten der Quadratmeter-Preis vergleichsweise niedrig ist.

Potsdam ist die Stadt, in der die Mieten in den letzten fünf Jahren am stärksten gestiegen sind. Die durchschnittlichen Angebotsmieten stiegen um 30 Prozent. Der Quadratmeter kostet jetzt 10,70 Euro. In Berlin zogen die Mieten ebenfalls stark an. Die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Immoscout24 sind 27 Prozent höher als vor fünf Jahren.

München auch beim Metropolenvergleich Nummer 1

Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass die Miete nicht höher als 30 Prozent des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens sein sollte. Mit dieser Regel können Mieter in den Metropolen Deutschlands nicht mehr kalkulieren. Berlin ist die einzige Metropole, in der Mietsuchende – gemäß der Faustregel – mit 28 Prozent ihres Einkommens planen.

Nach München folgt im Metropolenvergleich Stuttgart auf Rang 2 – Mietsuchende planen hier 33,2 Prozent ihres Einkommens für die monatliche Miete ein. In Hamburg und Düsseldorf sind es 32,4 Prozent beziehungsweise 30,6 Prozent.

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