Ein Großteil der institutionellen Investoren will vermehrt in Artikel-8- und Artikel-9-Fonds investieren. Allgemein planen die Investoren mehr Investments in Immobilien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Investmentmanagers Empira.

ESG-Kriterien sind für institutionelle Investoren sehr wichtig. Für fast 70 Prozent der Investoren sind sie von hoher oder sehr hoher Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage „Empira Institutional Trends“ von Empira. Befragt wurden 27 institutionelle Investoren wie Pensionsfonds und Pensionskassen, Versorgungswerke, Versicherungen sowie Stiftungen und Family Offices, mit einem Kapitalvolumen von rund 130 Milliarden Euro.

Attraktiv sind auch Artikel-8- und Artikel-9-Fonds: 55 bis 60 Prozent der Investoren wollen darin bis Ende 2022 investieren – wobei Artikel-8-Fonds häufiger angeboten werden. Dagegen wollen nur noch 26 Prozent in Artikel-6-Fonds investieren. Die Mehrheit der aktuell Fondsprodukte sind jedoch noch nach Artikel-6 klassifiziert.

Investoren wollen Projektentwicklungen für den Bestand voranbringen

Die befragten Investoren wollen mehr in Immobilien investieren. Im Kontext von Equity Investments planen 56 Prozent der befragten Investoren in den kommenden 18 Monaten ihre Immobilieninvestments zu steigern. Nur 11 Prozent wollen ihre Investitionen eher reduzieren. Bis Ende 2022 planen 37 Prozent der Befragten, Immobilieninvestments in Europa (außerhalb Deutschlands) und immerhin 22 Prozent in den USA.

Besonders interessant sind für die Umfrageteilnehmer Investments in Projektentwicklungen für den eigenen Bestand. Zwei Drittel der Befragten wollen diese Strategie fahren und stehen einem frühen Einstieg in die Projektentwicklung aufgeschlossen gegenüber.

Wachstum bei Kreditfonds setzt sich fort

Die befragten Investoren sind zu jeweils 22 Prozent in Aktien und Immobilien (Equity) investiert sowie zu 15 Prozent in Kreditfonds. Der Bereich Immobilienfinanzierung ist für manche Investoren interessant: 22 Prozent wollen ihre Investments in diesem Bereich erhöhen, elf Prozent planen sie zurückzufahren. Auffällig bei dieser Frage ist, dass jeder Zweite keine Angabe machte.

33 Prozent sind dabei aufgeschlossen für Investments in Mezzanine-Kreditfonds, während Whole-Loan-Kreditfonds für knapp jeden fünften Investor von Interesse sind. Allerdings schließen 40 Prozent der Befragten die Geldanlage in Kreditfonds bei Mezzanine-Finanzierung vollkommen aus.

Auf die Frage, welche Strukturierung Investoren unter den geltenden regulatorischen Vorgaben bevorzugen, antworteten 41 Prozent der Befragten mit Direktinvestments in Immobilien. Geringe Kosten und die alleinige Entscheidungshoheit seien hier die wesentlichen Vorteile. Offene Spezialfonds und Club-Deals werden von 33 Prozent als präferierte Struktur angesehen. Geschlossene Spezial-AIF sind deutlich unbeliebter.

Quelle Empira

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