Immobilien sind weniger schwankungsanfällig als andere Anlageklassen, beobachtet Paul H. Muno, Head of Germany, Principal Real Estate Spezialfondsgesellschaft.

Wie kommen Immobilien als Anlageklasse aus der Sicht institutioneller Investoren durch die Corona-Krise?

Die Asset-Klasse Immobilien profitiert von der Krise, denn sie ist weniger schwankungsanfällig als andere Anlageklassen. Im Einzelhandel werden die langfristigen Prozesse hin zum Online-Handel beschleunigt. Hotels hingegen sind kurzfristig geschlossen, werden aber auch in Zukunft von der Bedeutung des Tourismus profitieren. Logistik- und Pflegeimmobilien bleiben stabil.

Welche Arten von Immobilien lohnen ein neues Investment? Und wovon sollten Investoren lieber ihre Finger lassen?

Repräsentative Büros im Stadtzentrum, auch Co-Working-Spaces, stehen für die lebendige Funktion der Innenstädte. Auch ESG-konforme Gesundheitsimmobilien und Wohnimmobilien in B- und C-Städten sind sinnvoll. Der erfolgreiche Übergang zum Homeoffice während der Corona-Krise zeigt aber, dass es Alternativen zu Büroimmobilien gibt. Dasselbe gilt für Out-of-town-Einzelhandel.

In welchen Regionen und Ländern eröffnen sich kurz- bis mittelfristig neue Chancen im Immobiliensektor für institutionelle Investoren?

Die Pandemie kann Veränderungen beim Nearshoring und Offshoring der Produktion herbeiführen, auch Änderungen bei den globalen Logistikströmen. Aber historisch gesehen, sind Länder nach großen Epidemien wieder aufgeblüht. Darum investieren wir in den USA, in Österreich, Frankreich und Spanien. Es gibt beim Pricing keine Einbrüche – ein Anzeichen, dass die Krise vorübergehen wird.

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