Die meisten Investoren finden die derzeitigen Immobilien-Preise zu hoch, dennoch wollen sie mangels Alternativen weiter investieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Universal Investment.

In einer Befragung von Universal Investment sagten 75 Prozent der institutionellen Investoren, dass die derzeitigen Immobilien-Preise in Deutschland zu hoch, aber gerade noch akzeptabel seien. Knapp 19 Prozent finden die Preise nicht mehr akzeptabel. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 7,2 Prozent. Der Großteil der Investoren geht von weiter steigenden Preisen im laufenden Jahr aus. Eine Mehrheit von 62,6 Prozent befürchtet sogar, dass es zu einer Blasenbildung in einzelnen Märkten kommen könnte.

Nichtsdestotrotz wollen die meisten Anleger ihren Immobilienanteil erhöhen. Die Mehrheit der Befragten will ihn sogar auf mehr als 20 Prozent heben (gegenüber 15,3 Prozent im Vorjahr). Auch die sinkenden Renditeerwartungen scheinen die Investoren nicht abzuschrecken. Zurzeit liegen die Erwartungen für die jährlich ausgeschüttete Verzinsung (Cashflow-Rendite) für Bestandsimmobilien bei 3,41 Prozent. Für Neuinvestitionen erwartet sogar jeder zweite nur noch eine Nettoanfangsrendite von unter 3 Prozent. Rund 23,7 Prozent erhoffen sich einen Wert von 3,0 bis 3,5 Prozent.

Investitionen vor allem in Deutschland

Auch bei den Investitionsschwerpunkten gibt es Unterschiede zum Vorjahr. Knapp zwei Drittel der Anleger wollen vor allem in deutsche Immobilien investieren. Andere europäische Länder haben im Vergleich deutlich verloren. Im Vorjahr wollten 28,8 Prozent in die anderen EU-Länder investieren, dieses Jahr sind es nur noch 14,8 Prozent.

Bei den Neuinvestitionen liegen die Wohnimmobilien auf dem ersten Platz. 41,4 Prozent wollen in dieses Segment investieren. Die Investitionen in Büroimmobilien bleiben stabil. Die Nachfrage der Investoren nach Logistikimmobilien hingegen brach um knapp die Hälfte ein. Nur noch 9,2 Prozent der Befragten wollen angesichts der hohen Preise noch in diesen Sektor investieren. Der Einzelhandel schnitt mit 5,2 Prozent erwartungsgemäß schlecht ab.

Investoren wollen zukünftig besonders in Gebäude der Öffentlichen Hand, Gesundheitsimmobilien und Co-Living investieren. Über die Hälfte der Befragten setzt auf diese Gebäudearten. Auch Seniorenresidenzen liegen weiter im Trend. Besonders stark eingebrochen ist die Nachfrage beim Co-Working auf null Prozent und bei Unternehmensimmobilien, in diese wollen nur noch 8,3 Prozent (im Vorjahr: 35,7 Prozent) investieren.

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