Eine PwC-Studie bescheinigt Krypto-Hedgefonds einen guten Return für 2020, aber sieht auch Risiken durch die steigende Anzahl an Fonds.

Krypto-Hedgefonds erwirtschafteten 2020 einen sehr guten Return, aber könnten in Zukunft zu riskanten Strategien greifen. Zu diesem Ergebnis kommt der Annual Global Crypto Hedge Fund Report 2021 von PwC in Zusammenarbeit mit Alternative Investment Management Association (AIMA) und Elwood Asset Management.

Laut PwC existieren weltweit 150 bis 200 Krypto-Hedgefonds. Die Assets under management (AuM) dieser Fonds stiegen im vergangenen Jahr nach Angaben der Studienautoren auf 3,8 Milliarden US-Dollar, im Jahr 2019 waren es 2 Milliarden US-Dollar. Im Median erzielten die Hedgefonds eine außergewöhnliche Rendite von 128 Prozent – im Jahr 2019 waren es noch 30 Prozent gewesen.

Krypto-Fonds: Long-Strategie liefert besten Return

Im Median erzielten Fonds mit einer discretionary long only-Strategie die beste Performance Strategie mit einem Return von 294 Prozent in 2020. Weitere Strategien waren ebenfalls sehr erfolgreich, so die discretionary long-short-Strategie mit +129 Prozent und die multi-strategy mit +114 Prozent. Die quantitative Strategie performte schwächer mit einem Plus von 72 Prozent.

37 Prozent der Krypto-Fonds entschieden sich für die quantitative Strategie. Fast ein Drittel bevorzugte die discretionary long-short-Strategie, 20 Prozent wählten die discretionary long only-Strategie, und 11 Prozent der Fonds nutzten multi-strategy.

Vor allem Einzelpersonen und Family Offices investieren in Krypto Assets

54 Prozent der Investoren in Krypto Assets sind laut der Studie vermögende Einzelpersonen, 30 Prozent sind Family Offices. Institutionelle Investoren sind bisher kaum vertreten. Im Median weisen die untersuchten Krypto-Fonds 23 Investoren auf. Zudem ging der Anteil von Fonds, die durch Custodians gemanagt wurden, von 81 Prozent in 2019 auf 76 Prozent in 2020 zurück.

Die untersuchten Krypto-Hedgefonds sind, ähnlich wie viele traditionelle Hedgefonds, größtenteils auf den Cayman Inseln (34 Prozent) und in den USA (33 Prozent) beheimatet. Auf Platz 3 folgt Gibraltar, dort sitzen 9 Prozent der Fonds.

Gefahren und Hindernisse bei Krypto-Investments

Generell befassen sich Hedgefonds immer häufiger mit digitalen Assets: Etwa ein Fünftel von ihnen investiert bereits in digitale Assets. Das AuM in digitalen Assets liegt im Median aber nur bei 3 Prozent. Zugleich wollen fast alle Hedgefonds bis Ende 2021 mehr Geld in diese Assetklasse investieren.

Als Haupthindernisse für ein Investment in digitale Assets nennen die befragten Fondsmanager regulatorische Unsicherheiten. Darüber hinaus fürchten sie Reputationsschäden. Auch befinden sich digitale Assets oft nicht im Geltungsbereich ihrer Investmentmandate. Zudem geben sie mangelndes Wissen als Hindernis an.

Die Studienautoren merken als Resümee an, dass der Return der Krypto-Fonds zwar im Median derzeit sehr gut ist, aber der Markt durch die steigende Anzahl an Fonds kompetitiver wird. Auch erwarten sie, dass der Krypto-Markt in Zukunft stärker reguliert wird. Durch den Konkurrenzdruck und durch steigende Kosten könnten Krypto-Fonds in Zukunft risikoreichere Strategien wählen, um den Break-Even zu erreichen, warnen die Autoren.

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