Das Gesamtkapital der Hedgefonds-Branche stieg im dritten Quartal leicht an – und liegt nun bei 3,97 Billionen US-Dollar. Fondsmanager und Anleger stellen sich auf eine zunehmende Volatilität bis zum Jahresende ein.

Hedge Fund Research (HFR) zufolge ist das gesamte Hedgefonds-Kapital zum Ende des 3. Quartals 2021 leicht auf geschätzte 3,97 Billionen US-Dollar gestiegen. Das ist seit Jahresbeginn ein Plus von fast 370 Milliarden US-Dollar – darunter fallen Nettozuflüssen von Anlegern in Höhe von 5,6 Milliarden US-Dollar.

Mit Beginn der Pandemie fiel das Gesamtkapital der Hedgefonds-Branche unter die Marke von 3 Billionen US-Dollar. In den letzten sechs Quartalen wuchs das Gesamtkapital dann wieder um über 1 Billionen US-Dollar. Seit 2013 bis zum Einbruch durch die Pandemie wuchs das Kapital der Hedgefonds-Branche stetig.

Quelle HFR

Relative-Value-Strategie erzielte höchste Gewinne

Besonders erfolgreich waren die Fixed-Income Relative Value Arbitrage-Strategien (RVA). Diese erzielten im dritten Quartal die höchsten Gewinne. „Die zinssensitiven Relative-Value-Arbitrage-Strategien führten im Quartal sowohl die Performance als auch die Kapitalzuflüsse an“, sagt Kenneth J. Heinz, der Präsident von HFR. Durch Zuflüsse von Anlegern und performancebasierte Gewinne stieg das Vermögen um 16,8 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 1,026 Billionen US-Dollar.

Equity-Hedge-Strategien hatten bereits Ende 2020 die 1-Billionen-Dollar-Schwelle durchbrochen. Ereignisorientierten Strategien erreichten diese Marke im ersten Quartal von 2021. Das Gesamtkapital in Makro-Strategien ging um 4,8 Milliarden US-Dollar zurück. Somit belief sich das verwaltete Vermögen zum Ende des dritten Quartals auf geschätzte 639 Milliarden US-Dollar. Grund hierfür war, dass eine Steigerung beim rohstoffzentrierten Makro-Kapital von 1,6 Milliarden US-Dollar durch Rücknahmen von Anlegern in quantitative CTA-Strategien von 1,4 Milliarden US-Dollar kompensiert wurde.

Quelle HFR

Hedgefonds-Branche rechnet mit höheren Zinsen

Fondsmanager richten ihre Portfolios auf Zinsrisiken aus, da die Notenbank Fed einen Rückgang der Anleihekäufe angekündigt hatte und somit für 2022 höhere Zinsen erwartet werden, so Heinz. „Für das kommende Jahr konzentrieren sich Fondsmanager und Anleger stärker auf die Credit- und Zinssensitivität der Portfolios, taktische Rohstoffpositionen und Engagements am Aktienmarkt, die so unverbindlich und flexibel sind, dass sie sich an ein stetig wechselndes gesamtwirtschaftliches Umfeld und fließende Marktkonditionen anpassen lassen. Fonds, deren Positionierung effektiv an diese Multi-Asset-Trends angepasst ist, dürften im neuen Jahr das Wachstum und die Performance in der Branche anführen.“

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