Laut BNP Paribas Asset Management sollten institutionelle Anleger im extrem niedrigen oder negativen Zinsumfeld nicht nur herkömmliche Fixed-Income-Strategien verfolgen.

Die disinflationären Auswirkungen des COVID-19-Nachfrageschocks werden nach Einschätzung der Experten von BNP Paribas stärker sein als die Inflationseffekte, die durch wohl temporäre Versorgungs-Engpässe ausgelöst werden. Zinssätze dürften bis auf weiteres sehr niedrig bleiben, daher sollten institutionelle Investoren nicht nur herkömmliche Fixed-Income-Strategien verfolgen.

Der Asset Manager stellt drei Strategien für institutionelle Anleger vor, die anhand folgender Kriterien ausgewählt wurden: Niedriges Risiko dank hochwertiger Vermögenswerte, Liquidität dank eines OGAW-Fonds mit täglicher Liquidität und positive Rendite-Möglichkeiten für Anleger mit der Basiswährung Euro.

1. Alternative festverzinsliche Anlagen bieten institutionellen Anlegern Renditevorteil

Anlageklassen wie beispielsweise Mortgage-Backed Securities (MBS) oder Asset-Backed Securities (ABS) können institutionellen Anlegern einen Renditevorteil im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Anlagen bieten. Sowohl MBS als auch ABS bieten Diversifizierung fürs Portfolio. Im Gegensatz zu Aktien und Unternehmensanleihen, die zu einem großen Teil von der Verfassung der Unternehmensbilanzen abhängen, richten sich MBS und ABS eher nach den Fundamentaldaten der Verbraucherkredite.

Diese Besonderheit bedeutet, dass die Rendite eine geringe Korrelation mit risikoreichen Anlagen aufweist. Dennoch birgt eine Anlage in MBS und ABS aber dennoch Risiken.

2. Europäische Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen als Anlageklasse wurden in den letzten Jahren von Anlegern stark nachgefragt. Dies ist heute wegen des Verschuldungsgrads der Emittenten problematischer geworden. Welche Komponente des Verschuldungsgrads für Anleger in Unternehmensanleihen interessant ist, hängt von der Region ab: In den USA, wo sich die Nettoverschuldung seit 2008 mehr als verdoppelt hat, liegt das Hauptaugenmerk auf den Schulden. In Europa steht der Gewinn im Vordergrund, weil die Unternehmen Schwierigkeiten haben, ein durchgängig hohes Gewinnwachstum zu generieren.

Die jüngste Ergebnissaison zeigte, dass sich das Verhältnis zwischen dem Ertrag vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) und dem Zinsaufwand in beiden Regionen weiter verschlechtert hat. In den USA aber liegt es immer noch im Bereich der historischen Höchststände. In Europa hat es sich seit 2016 indes verbessert.

3. Schwellenländer-Anleihen in Hartwährung

Obwohl der Coronavirus-Ausbruch in den kommenden Monaten eine schwere Belastung sein wird, erwarten die Asset Manager eine Erholung der chinesischen Wirtschaft. Die chinesische Regierung habe noch viel Spielraum, die Binnennachfrage anzukurbeln. Der Handel mit Asien werde davon profitieren. Da die US-Notenbank den Leitzins unverändert lassen wird und die Inflation weltweit insgesamt günstig ist, können Zentralbanken der Schwellenländer die Zinsen unverändert lassen oder senken. Angesichts dieses recht günstigen Umfelds weisen Staatsanleihen der Emerging Markets vor allem zu den aktuellen Bewertungen Potenzial zur Spread-Verringerung auf.

 

 

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