Emissionstätigkeit und Nachfrage am Markt für Collateral Loan Obligations (CLO) sind solide. Portfoliomanager von PGIM Fixed Income werfen in diesem Zusammenhang einen Blick auf den Immobilienmarkt.

„Der Markt für Collateral Loan Obligations (CLO) sah eine solide Emissionstätigkeit und Nachfrage, was hauptsächlich auf Refinanzierungs- und Rücksetzungsemissionen zurückzuführen ist, wohingegen das Nettowachstum eher moderat ausgefallen ist”, kommentieren Gabriel Rivera, Portfoliomanager und Edwin Wilches, Portfoliomanager bei PGIM Fixed Income. Emissionsvolumen und Nachfrage bleiben stabil. “Interessanter ist ein Blick auf den Immobilienmarkt, der die Grundlage für besicherte Wertpapiere darstellt. Hier gibt es deutliche Unterschiede innerhalb der Sektoren und Sub-Assetklassen.”
Das  Angebot an Neuemissionen belief sich auf rund 450 Milliarden US-Dollar in den USA und etwa 100 Milliarden Euro in Europa. Das große Volumen hat dafür gesorgt, dass sich die Spreads in einem geringen Schwankungsbereich bewegen. Die US-Geldhäuser beteiligen sich aktiv an Anleihen, da sie weiterhin liquide Mittel aus ihren Einlagen abschöpfen.

Tapering könnte zu Ausweitung der Spreads führen

Es ist davon auszugehen, dass sich die Spreads weiterhin in einer bestimmten Bandbreite bewegen werden. Das Tapering der US-Notenbank könnte zwar zu einer Ausweitung der Spreads führen, doch dürfte ein solches Szenario mit einer geringeren Emissionstätigkeit einhergehen. Die Ausweitung sollte sich also in Grenzen halten.
Was die Ausfälle bei fremdfinanzierten Krediten betrifft, zeichnet sich ab, dass 2021 das Jahr mit den wenigsten Ausfällen in diesem Jahrzehnt wird. “Dennoch bleiben wir in Hinblick auf Rückzahlungsquoten vorsichtig, für den Fall, dass Ausfälle doch zunehmen sollten. Die strukturellen Schutzmechanismen der AAA- und AA-CLO-Tranchen dürften diese gut vor potenziellen Verlusten schützen”, so die Analysten.

Wertsteigerung im Logistiksektor, Verluste im Hotel-, Büro und Retailsektor

Die Wertsteigerung von Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS)-Immobilien war seit Anfang 2020 für die beiden Immobilienklassen Industrie (unterstützt durch Last-Mile-Logistik) und Selfstorage “schlichtweg erstaunlich”, so Rivera und Wilches. Beide legten um mehr als 40 Prozent zu. Der Wertzuwachs bei Mehrfamilienhäusern und Einkaufszentren war mit 13 Prozent und 6 Prozent solide. Anders sah es aus bei Hotels, Bürogebäuden und Einkaufszentren, die teils im zweistelligen Prozentbereich an Wert verloren.  u
Obwohl die Ausfallraten im Hotel- und im Einzelhandelssektor nach wie vor hoch sind, verbessern sie sich im Quartalsvergleich aber. “Wir beobachten weiterhin den Bürosektor im Hinblick auf eine grundsätzliche Verschiebung der Flächennutzung aufgrund der langwierigen Home-Office-Verlagerungen. Wegen der für den Sektor typischen langen Mietvertragslaufzeiten ist dies jedoch ein Problem auf lange Sicht”, so die Portfoliomanager.

Starker Anstieg der Hauspreise

Die Kapitalisierungs-Spreads liegen insgesamt über den Durchschnittswerten der letzten vier Jahre – mit Ausnahme von Mehrfamilienhäusern und Industrieimmobilien, die auf ihrem Durchschnittsniveau liegen. Dies verschafft den Bewertungen einen gewissen Puffer, falls die Nettobetriebserträge von nun an sinken sollten.
PGIM geht davon aus, dass sich die Spreads für AAA-Papiere und Einzelkreditnehmer weiterhin innerhalb der Bandbreite bewegen und dem Beispiel der Investment Grade-Unternehmensanleihen folgen werden. Was Residential Mortgage Backed Securities (Kreditpapiere auf Hypotheken-Verbriefungen) betrifft, so haben sich Wohnimmobilien von heiß zu heißer entwickelt. Der S&P CoreLogic Case Shiller-Index zeigt bis Juni einen Anstieg der Hauspreise um 18,6 Prozent im Jahresvergleich.

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