Europäische Family Offices sind in Bezug auf die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie optimistischer als ihre nordamerikanischen und asiatisch-pazifischen Mitstreiter. Das Vermögen der Europäer stieg teils signifikant, auch wenn die Rendite niedriger ist als bei ihren globalen Pendants.

Europäische Family Offices sind in Bezug auf die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie optimistischer als ihre nordamerikanischen und asiatisch-pazifischen Mitstreiter. 89 Prozent der europäischen Family Offices sind der Überzeugung, dass sich die wirtschaftliche post-pandemische Erholung fortsetzen wird. Mehr als die Hälfte von ihnen ist offen für neue Investmentmöglichkeiten. Das sind die Ergebnisse des Global Family Office Reports 2021 von Campden Wealth zusammen mit Deloitte Private.

Untersucht wurden 385 Family Offices weltweit, davon 20 Prozent aus dem asiatisch-pazifischem Raum, 28 Prozent aus Europa und 46 Prozent aus Nordamerika.

Europäische Family Offices können Vermögen steigern

Ein Großteil der europäischen Teilnehmer (73 Prozent) gibt an, dass ihr Vermögen im vergangenen Jahr gestiegen ist. 20 Prozent der Befragten sagen, dieser Anstieg sei signifikant gewesen. Allerdings war die durchschnittliche Rendite der Investments der europäischen Teilnehmer mit 12 Prozent niedriger als die der nordamerikanischen und asiatisch-pazifischen Pendants mit jeweils 15 Prozent.

Besonders Private und Public Equity Deals sind bei den Europäern gefragt: 51 Prozent wollen direkte Private Equity Investments tätigen, 43 Prozent wollen in Private Equity Fonds investieren, ein Viertel will in entwickelte Aktienmärkte und rund 22 Prozent wollen in sich entwickelnde Aktienmärkte anlegen. Fixed Income ist hingegen für die Family Offices uninteressanter.

Agenda: Kryptowährungen, Cybercrime und Nachfolge

Die Europäer unterscheiden sich besonders beim Thema Kryptowährungen von ihren globalen Mitstreitern. Digitale Währungen machen in den europäischen Portfolios nur etwa 1 Prozent aus, Tendenz steigend.
Für die nächsten zwölf Monate sehen die europäischen Family Offices die Inflation als größtes wirtschaftliches Problem an. Sie vermuten, dass das Thema Investment Risiko in den kommenden drei bis fünf Jahren besonders dringlich wird.

Auch Cybercrime ist ein Thema für Family Offices: 38 Prozent der europäischen Teilnehmer wurden in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyberattacken. Darüber hinaus ist die Nachfolge weltweit für Family Offices von großer Bedeutung. Etwa die Hälfte der europäischen Teilnehmer hat einen Nachfolgeplan erarbeitet, wobei nur 12 Prozent angeben, sehr gut für die Übergabe vorbereitet zu sein.

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