Laut dem Vermögensverwalter BlackRock sorgte ein schwächeres Interesse an Aktien-ETFs im Oktober für insgesamt rückläufige Mittelzuflüsse.

Weltweit hat sich das Neugeschäft mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) sowie anderen börsengehandelten Produkten (ETPs) im Oktober 2020 gegenüber dem Vormonat ein wenig abgeschwächt. Hauptgrund war BlackRock zufolge ein geringeres Interesse an Aktienprodukten. Zwar zogen die Mittelzuflüsse in Anleihen an. Doch  dies konnte  den Rückgang bei Aktien nicht aufwiegen. Die globalen Nettomittelzuflüsse beliefen sich im Oktober auf 47,4 Milliarden US-Dollar. Im September waren es 55 Milliarden US-Dollar gewesen. Von den gesamten Zuflüssen entfielen rund 22,4 Milliarden US-Dollar auf Aktien-ETPs.

Im Vorfeld der US-Wahlen ließ auch das Interesse an Produkten auf US-Aktien nach. Dies galt insbesondere in den USA. Eine ähnliche Entwicklung hatte es laut BlackRock bereits vor den Wahlen 2016 gegeben. Aber auch Produkte auf europäische Aktien standen auf den Verkaufslisten. Sie verbuchten das erste Mal seit Juni 2020 wieder Nettoabflüsse. Insgesamt lag das Minus bei 1,8 Milliarden US-Dollar. Emerging-Markets-ETPs stiegen indes in der Gunst der Anleger. Spitzenreiter waren Produkte auf den chinesischen Markt. Aber auch breit anlegende Schwellenländerprodukte waren stärker gefragt als in den Vormonaten.

Steigendes Interesse in Anleihen

Das Neugeschäft mit Anleihen-ETPs erreichte im Oktober unter dem Strich 23,3 Milliarden US-Dollar. So erholten sich die Zuflüsse in Investmentgrade-Unternehmensanleihen. Das gleiche galt zunächst auch für Hochzinspapiere. Doch gegen Ende des Monats drehte sich die Entwicklung, so dass für den Oktober per Saldo Abflüsse über 1,7 Milliarden US-Dollar anstanden.

Großes Interesse bestand auch für inflationsindexierte Anleihen. Investoren legten im Oktober 2,3 Milliarden US-Dollar in entsprechende Produkte an. Damit kommt dieses Segment seit Anfang 2020 auf 11,5 Milliarden US-Dollar Neugeschäft. Das ist fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2016. Damals wurden 11,9 Milliarden US-Dollar in diese Asset-Klasse allokiert.

Für Rohstoff-ETPs war der Oktober der bislang schwächste Monat in diesem Jahr, auch wenn Investoren in Gold- und Silberprodukte unter dem Strich 1,5 Milliarden US-Dollar investierten.

 

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