Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen (ESG) sind im Jahr 2019 das Thema Nummer eins zwischen T. Rowe Price und den Portfoliounternehmen weltweit.

Zukünftig werden sich die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken in unterschiedlichem Maße auf alle Portfoliounternehmen des globalen Asset Managers T. Rowe Price auswirken. Daher werde der Klimawandel neben anderen ESG-Faktoren zunehmend in die Bewertung der Fundamental-Unternehmensdaten einbezogen. Dem zweiten ESG-Jahresbericht zufolge ist ESG in den Anlageprozess integriert. Das wirkt sich darauf aus, wie mit den Portfoliounternehmen zusammengearbeitet wird: wie Stellvertreter-Stimmen abgegeben werden und wie sich das auf die Bemühungen um den Schutz der Aktionärsrechte auswirkt. Der Bericht deutet auch die tiefgreifenden Veränderungen in der Unternehmensführung an, die sich nach der COVID-19-Pandemie ergeben könnten.

“Kultur und Werte von Unternehmensemittenten werden auf die Probe gestellt”

„Es ist noch zu früh, um Schlussfolgerungen über die langfristigen Auswirkungen dieses Virus auf Unternehmen und Volkswirtschaften zu ziehen, aber schon jetzt ist klar, dass die Kultur und die Werte von Unternehmensemittenten auf der ganzen Welt wie nie zuvor auf die Probe gestellt werden“, sagt Donna Anderson, Head of Corporate Governance. „Die bisherigen Unternehmensaussagen über ihr Management von Humankapital, Gesundheit und Sicherheit, das gesellschaftliche Engagement und die allgemeine Bedeutung der Stakeholder für ihr Unternehmen werden in einem völlig neuen Kontext bewertet. Wir gehen davon aus, dass diese Themen im Mittelpunkt zwischen Investoren und Unternehmen stehen werden.“

Der fundamentale Anlageprozess des Unternehmens wird durch ein firmeneigenes „Responsible Investing Indicator Model“ (RIIM) unterstützt. Dieses bewertet proaktiv die Profile verantwortungsbewusster Investitionen von mehr als 14.000 Unternehmen und staatlichen Institutionen weltweit. Die RIIM-Analyse umfasst über 20 Indikatoren wie Lieferkette (Umwelt), Behandlung der Mitarbeiter und Geschäftsethik. Auf diese Weise werden ESG-Risiken und positiven Eigenschaften von Unternehmen bewertet. Darüber hinaus kann die Anwendung der RIIM-Portfolioanalyse dabei helfen, das Risiko in Bezug auf ESG-Themen über das gesamte Portfolio eines Portfoliomanagers und im Vergleich zur Benchmark zu quantifizieren.

Ein Beispiel für ESG-Integration aus der Praxis ist die Bewertung der AIA Group, eines panasiatischen Versicherungsanbieters. Der Analyst Zenon Voyiatzis stellt fest, dass Investoren die Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit des von der AIA Group erzielten Wachstums weiterhin unterschätzen. Die Analyse des Responsible Investing-Teams bestätigte jedoch das robuste Umweltmanagementprogramm von AIA mit besonderem Schwerpunkt auf den Faktoren des Klimawandels. Das Unternehmen berücksichtigt ESG-Faktoren wie Wasserknappheit, Klimawandel, Umweltvorschriften und Arbeitsfragen in allen Anlageklassen, in die es investiert. So verringert es die Gefährdung durch potenzielle Abwärtsrisiken. Dieser Input lieferte weitere Unterstützung für die gesamte Investitionsanalyse.

Umweltdaten als Schlüsselkomponente

Neben dem RIIM und seiner Fundamentalresearch-Plattform tauscht sich T. Rowe Price mit den Portfoliounternehmen aus. Auf diese Weise soll festgestellt werden, wie sich ökologische Nachhaltigkeit in ihre langfristige strategische Planung einbauen und als Best Practice-Beispiel innerhalb ihrer Branche aufbauen lässt. T. Rowe Price tritt auch ein für die Angleichung der ESG-Offenlegung an globale Rahmenwerke, die die finanzielle Wesentlichkeit betonen. Dazu gehören das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) und die Task Force on Climate-Related Financial Disclosure (TCFD).

„Unsere Kunden sind zunehmend daran interessiert, umweltbezogene Risiken in ihren Portfolios zu verstehen. Für uns sind Umweltdaten eine Schlüsselkomponente innerhalb unseres Responsible Investing Indicator Models, das sich in unseren breiteren Anlageprozess einfügt”, sagt Maria Elena Drew, Research Director für Responsible Investing. “Als Teil unseres Engagements haben wir unsere Größe und unseren Einfluss aktiv genutzt, um positive Veränderungen voranzutreiben. Tatsächlich war die ESG-Offenlegung Thema Nummer eins im Jahr 2019, wobei die Offenlegung von Umweltdaten 38 Prozent unseres Austauschs zu ESG ausmachte.“

„Im Rahmen unseres Austausches mit Portfoliounternehmen haben wir versucht, die ESG-Offenlegung stetig zu verbessern, indem wir ihnen helfen zu verstehen, wie wir ESG-Daten in der Investment-Analyse und Entscheidungsfindung nutzen, wie unsere Kunden ESG-Daten zur Bewertung ihrer aggregierten Portfolios verarbeiten und wie sie selbst Umweltdaten reporten sollten – da es keinen einheitlich verabschiedeten Standard gibt.“

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