Das Asset Management der Zürcher Kantonalbank setzt das Pariser Klimaziel in der aktiven Produktpalette um. Der konkrete Beitrag zur Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad wird transparent und messbar ausgewiesen.

Als erste Fondsanbieterin setzt Swisscanto Invest bei Investitionsentscheidungen in aktiven Fonds ein jährliches CO2-Reduktionsziel von vier Prozent um. Sie hält sich damit an das Reduktionsziel des Pariser Klimaabkommens, das eine Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad Celsius vorsieht und von der Schweiz im Jahr 2017 ratifiziert wurde.

Der Responsible-Ansatz umfasst als neuer Standard die Einhaltung des CO2-Reduktionsziels von vier Prozent sowie die systematische Integration von ESG-Kriterien in allen aktiven Anlageentscheidungen. Einen Ausbau erfahren zudem die Engagement-Strategie, das Nachhaltigkeits-Reporting sowie die Blacklist.

CO2-Reduktionsziel und ESG-Integration

Das CO2-Reduktionsziel von vier Prozent jährlich wird für jeden aktiven Fonds mittels Engagement-Bemühungen und Kapitalallokation umgesetzt. Beim Engagement wirkt Swisscanto Invest als Aktionärin und Kreditgeberin im aktiven Dialog darauf hin, dass die Unternehmen ehrgeizige CO2-Reduktionsziele von mindestens vier Prozent pro Jahr formulieren und diese konsequent umsetzen. Mithilfe der Kapitalallokation werden in den Fonds CO2-intensive Unternehmen bzw. Staaten, welche selber keine CO2-Reduktionsziele verfolgen, über die Zeit hinweg tendenziell untergewichtet. Mit diesen beiden Maßnahmen wird die Einhaltung des CO2-Absenkungspfads von vier Prozent in allen aktiven Fonds gewährleistet.

Die systematische Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial-, und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) in allen aktiven Anlageprozessen wird weiterentwickelt. Die vertiefte Analyse der einzelnen ESG-Dimension liefert den Portfoliomanagern zusätzliche Informationen und lässt bessere Anlageentscheide zu. Unternehmen und Staaten mit den höchsten ESG-Risiken bedürfen einer separaten Begründung und Dokumentation, sollte sie der Portfoliomanager im Fonds behalten wollen. Konsequent verzichtet wird auf Unternehmen, die mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes mit Kohlenförderung generieren. Die Investitionsrisiken in den Portfolios werden damit reduziert.

Ausgeweitetes Engagement und detailliertes Nachhaltigkeits-Reporting

Die Engagement-Bestrebungen werden auf internationale Titel ausgeweitet. Zum Engagement-Ansatz zählen der aktive Dialog mit dem Management oder dem Verwaltungsrat, die aktive Wahrnehmung der Stimmrechte sowie die Traktandierung von Anträgen an Generalversammlungen. Neben den Bemühungen für eine verbesserte Corporate Governance verlangt Swisscanto Invest von den Unternehmen eine Senkung der CO2-Emissionen von vier Prozent jährlich. Das Stimmrechtsverhalten wird transparent auf der Homepage ausgewiesen.

Swisscanto Invest erstellt ein detailliertes Nachhaltigkeits-Reporting für jedes Anlageprodukt. Damit können die Kundinnen und Kunden transparent nachvollziehen, wie sich der Markt und die Anlageprodukte hinsichtlich des CO2-Reduktionsziels tatsächlich entwickeln. Zudem erhalten sie Informationen über weitere Nachhaltigkeitsindikatoren. Konkret werden der Carbon Footprint pro Sektor und Anlageklasse angegeben und mit dem entsprechenden Benchmark verglichen. Bereits seit 2011 verfügt die Zürcher Kantonalbank über ein Ampelsystem, das die Nachhaltigkeit eines jeden Anlageprodukts für alle Kunden in einer einzigen Größe einfach und transparent angibt.

Bereits seit Anfang 2020 wendet Swisscanto Invest die Blacklist auf die gesamte Fondspalette an. Damit integriert sie als erste Fondsanbieterin Nachhaltigkeitskriterien auch in den passiven Produkten. Die Blacklist schließt Rüstungsunternehmen aus, die gemäß internationalen Verträgen verbotene Waffen produzieren oder Sanktionsbestimmungen der Schweiz verletzen.

Breit verankerte Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist einer der drei Grundpfeiler des Leistungsauftrags und als integriertes Geschäftsprinzip in den Vorgaben der Zürcher Kantonalbank verankert. „Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und sich damit verpflichtet, unter anderem ihre Kapitalflüsse klimaverträglich auszurichten. Swisscanto Invest leistet nun als Pionierin der Schweizer Finanzbranche ihren Beitrag zu einem mess- und überprüfbaren Klimaschutz”, sagt Iwan Deplazes, Head Asset Management, Swisscanto Invest.

„Die aktive Einflussnahme auf ESG-Themen und Klimaschutz ist unsere treuhänderische und gesellschaftliche Verantwortung. Schließlich fördert der Einbezug dieser Dimensionen langfristig die Performance in der Vermögensverwaltung”, ergänzt René Nicolodi, Head Themes and Equities, Swisscanto Invest.

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