Die BaFin legt den Entwurf einer „Richtlinie für nachhaltig ausgerichtete Investmentvermögen“ vor. Drei Varianten stehen zur Auswahl.

Die BaFin legt den Entwurf einer „Richtlinie für nachhaltig ausgerichtete Investmentvermögen“ vor. Zur Konsultation stehen Vorgaben dazu, wie Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) in Zukunft Publikumsinvestmentvermögen ausgestalten müssen, die sie als nachhaltig bezeichnen oder als explizit nachhaltig vertreiben.

Dabei stehen drei Varianten zur Auswahl: Mindestinvestitionsquote, nachhaltige Anlagestrategie und nachhaltiger Index „Wo ESG draufsteht, muss auch Nachhaltigkeit drin sein.“ Unter diesem Motto will die BaFin gegen Greenwashing in der Fondsindustrie vorgehen. Die Finanzaufsicht stellt jetzt den Entwurf „Richtlinie für nachhaltig ausgerichtete Investmentvermögen“ zur Konsultation.

So lässt die BaFin explizit keine irreführenden Bezeichnungen und Vermarktungen in den Anlagebedingungen von Investmentvermögen zu. Künftig sollen Investmentvermögen nur noch vermarktet werden dürfen, wenn die Anlagebedingungen mindestens eine der folgenden Bedingungen enthalten: Entweder wird eine Mindestinvestitionsquote in nachhaltige Vermögensgegenstände in Höhe von 75 Prozent eingehalten, oder eine nachhaltige Anlagestrategie – beispielsweise ein Best-in-Class-Ansatz – wird verfolgt, oder ein nachhaltiger Index wird abgebildet. Die Assets müssen Umwelt- oder soziale Ziele verfolgen. Höchstgrenzen gelten etwa für Assets aus der Energiegewinnung oder dem sonstigen Einsatz von fossilen Brennstoffen.

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