Wer sind die erfolgreichsten Asset Manager für die Region Emerging Markets? dpn hat sich umgehört.

Sind die erfolgreichsten Asset Manager die Anbieter, die die Ansätze mit der höchsten risikoadjustierten Rendite verwalten, oder sind es die Unternehmen mit den größten Assets under Management (AuM)? In der dpn-Umfrage 2021 hatten die Asset Manager die Möglichkeit, neben ihren eigenen Topprodukten auch die größten weiteren Anbieter und Wettbewerber zu nennen. dpn hat aus diesen Angaben die wichtigsten Asset Manager für Emerging-Markets-Aktien- und -Anleihenstrategien aus Sicht der Wettbewerber ermittelt. In diesem Jahr wie im Vorjahr führt J.P. Morgan das Feld an, gefolgt von Ashmore, das bei Anleihen stark ist. Auf Rang drei stehen Aberdeen und Fidelity mit besonderer Expertise für Aktien, gefolgt vom Anleihenspezialist Pimco auf dem vierten Platz.

Aktiv nachhaltig

Aktives Management wird von den Asset Managern nicht nur aus Performance- und Risikoerwägungen empfohlen, sondern dient auch zur Berücksichtigung weiterer, individueller Anlagefaktoren. Dazu gehören die speziellen Anforderungen für einzelne Gruppen institutioneller Investoren, beispielsweise seitens der Regulierer. Auch das Thema Nachhaltigkeit erfordert eine besondere Expertise, wobei es auch hier ETF-Lösungen für Emerging Markets gibt. Investments in Aktien und Anleihen sollen zunehmend die Aspekte Umwelt und Klimaschutz, Soziales und Governance berücksichtigen. Eine Reihe von Asset Managern will in den kommenden drei Jahren Aktienfonds sowie Staats- und Unternehmensanleihenfonds für Schwellenländer auflegen, die ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) oder die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen berücksichtigen. Viele Gesellschaften haben bereits nachhaltige Emerging-Markets-Ansätze für Aktien und Anleihen im Angebot.

Drei Viertel der institutionellen Investoren berücksichtigen ESG-Kriterien

Dieser Trend wird von der „Telos Spezialfondsmarktstudie 2021“ bestätigt. Demnach berücksichtigen drei Viertel der institutionellen Investoren bei mehr als 50 Prozent ihrer Anlagen Nachhaltigkeitskriterien. Das Ausschlussverfahren genießt bei der Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bei fast allen Teilnehmern das größte Vertrauen. Telos-Geschäftsführer Dr. Frank Wehlmann hebt in diesem Zusammenhang die umfangreichen Erneuerbare-Energien-Projekte in Indien, Vietnam und auf den Philippinen hervor.

China habe auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow zwar keinen sportlichen Plan für den Übergang in eine klimaneutrale Wirtschaft präsentiert und plane kurzfristig sogar neue Kohlekraftwerke. Bis 2023 soll der CO2-Ausstoß seinen Höhepunkt erreichen. Allerdings müssten sich auch chinesische Unternehmen nach den zunehmend strikteren Anlagegrundsätzen internationaler Investoren ausrichten und ESG-Kriterien künftig stärker beachten.

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, dem auch die Schwellenländer folgen. Immer mehr institutionelle Investoren wollen oder müssen ihre Geldanlagen nachhaltig ausrichten, um beispielsweise den Klimaschutz zu fördern. Dabei spielen auch Überlegungen des Risikomanagements, der Reputation und einer stabilen Performance eine Rolle. Auch die EU erhöht den Druck, um nachhaltige Investments zu fördern und die Transparenz zu erhöhen. Der Trend spiegelt sich auch darin wider, dass Asset Manager nachhaltige Aktien als ein Marktsegment aufführen, das auf Sicht von drei Jahren das beste Chancen-Risiko-Verhältnis bietet.

Die gesamte Umfrage mit detaillierten Ergebnissen finden Sie in der dpn-Ausgabe Dezember 2021/Januar 2022. Zudem finden Sie hier den ersten und hier den zweiten Teil der Umfrage.

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