Laut einer aktuellen Studie vom Research Center for Financial Services (München) der Steinbeis-Hochschule gewinnt das Depot A immer mehr an Bedeutung für den Unternehmenserfolg von Primärbanken.

Das Depot A gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Unternehmenserfolg von Primärbanken. Auch alternative Anlageklassen wie Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien haben vor dem Hintergrund der Pandemie an Attraktivität dazugewonnen. Dieses und die folgenden Ergebnisse entstammen einer aktuellen Studie, welche vom Research Center for Financial Services (München) der Steinbeis-Hochschule erstellt und von der SOLUTIO AG und PANTHEON unterstützt wurde.

Die Studie basiert auf einer Marktanalyse mit einem besonderen Fokus auf die vier Branchen Real Estate, Infrastruktur, Private Equity und Private Debt. Zur Analyse wurden 125 Fachexperten aus den Anlageabteilungen von Sparkassen und VR-Banken befragt. Grund für das aktuelle Interesse an alternativen Asset-Klassen ist laut der Studie die Suche nach Rendite im anhaltenden Niedrigzinsumfeld.

Auch die Corona-Pandemie wirke als Katalysator, 84 Prozent der befragten Banken erachten das Depot A als wichtig. 68 Prozent gehen daneben von einer weiteren Zunahme der Wichtigkeit in den kommenden fünf bis zehn Jahren aus. Im Durchschnitt steuert das Depot-A-Geschäft mit einem Anteil von aktuell 29 Prozent der Bilanzsumme schon heute einen nicht unerheblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg bei.

Depot A: wachsendes Interesse an alternativen Anlagen

Alternative Anlageklassen werden durch die Pandemie weiterhin attraktiver für die Investoren, laut Studie stimmten hier 49 Prozent mit positiven Auswirkungen auf diesen Bereich, 2 Prozent mit negativen Auswirkungen. Bei klassischen Anlagen wie Aktien und Anleihen zeigt sich das Gegenteil: 24 Prozent erachten diese als weniger attraktiv, lediglich 10 Prozent sind in diesem Bereich positiv gestimmt. Während heute laut der Studie durchschnittlich 8 Prozent des Eigendepots der Banken in alternative Assets investiert sind, wird für das Jahr 2025 ein Anteil von 12 Prozent, für das Jahr 2030 von 16 Prozent vorhergesagt.

Ein Großteil der Institute arbeite laut Studie derzeit aktiv an einer Optimierung der Depot-A-Strategie. 63 Prozent setzen auf eine Diversifikation der Portfolios und 59 Prozent nehmen neue Anlageklassen auf. Alternative Assets haben den Ruf, weniger Korrelationen hervorzurufen als klassische Anlagen. Hierdurch kann Diversifikation erreicht werden.

Auch wenn alternativen Anlageklassen eine hohe Attraktivität bescheinigt wird, sind diese im Portfolio der meisten Primärbanken dennoch ein Nischenaspekt. Laut Studie sind 2 Prozent des durchschnittlichen Depot-A in Segmenten wie Private Equity, Infrastruktur und Private Debt investiert. Als Gründe wurden beispielsweise besondere Reporting-Anforderungen, mangelnde Verfügbarkeit und regulatorische Hemmnisse genannt.

Eine wichtige Forderung an den Asset Manager würde somit lauten, den Verwaltungsaufwand für Banken in den Punkten Regulatorik und Reporting über entsprechende Services, Schnittstellen und Tools zu reduzieren. Auch erwarten 89 Prozent der Investoren von ihren Asset Managern gewisse Zusatzleistungen wie Unterlagen in deutscher Sprache, Unterstützung bei der Risikoermittlung und Reporting-Tools. Weniger wichtig sind Gesamtportfolioanalysen (48 Prozent) sowie Kapitalmarktkonferenzen und Webinare (37 Prozent).=

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