State Street und das Internationale Forum der Staatsfonds (IFSWF) haben eine aktuelle Studie zur Aktivität institutioneller Anleger während der Pandemie veröffentlicht.

Basierend auf der Datensammlung von State Street und Gesprächen mit sieben der größten Mitglieder des IFSWF zeigt eine aktuelle Untersuchung, dass viele Staatsfonds und institutionelle Anleger nach und nach Teile ihrer angesammelten Barmittel eingesetzt und festverzinsliche Positionen abgebaut haben, um das Engagement in Risikoanlagen zu erhöhen, während sich die Finanzmärkte im Laufe der Pandemie erholen.

Laut dieser Studie habe sich die Risikobereitschaft der institutionellen Investoren bis März 2021 in allen Anlageklassen verbessert. Insbesondere sei dies bei Fremdwährungen, rohstoffsensiblen Anlagen und Entscheidungen zur Aktienumschichtung der Fall.

Zum Vergleich zeigte eine frühere Untersuchung des IFSWF in Kooperation mit State Street vom Mai 2020, dass die Anleger zu der Zeit noch vorsichtiger waren. Für 2021 seien die Investoren positiver gestimmt, da sie begonnen haben Kapital umzuschichten und über alle Anlageklassen hinweg Risikoneutralität erreicht haben. Den Staatsfonds gelang dies, indem sie ihre Aktienquote erhöht und im Rahmen der schlechten Marktentwicklung 2020 in den Genuss günstigerer Preise kamen.

Engagement in Schwellenländeraktien deutlich reduziert

„Langfristig orientierte Anleger haben in allen Anlageklassen risikofreudige Umschichtungsentscheidungen getroffen, indem sie ihre Barbestände reduziert und das Aktienengagement erhöht haben. Gleichzeitig haben sie ihre Portfolios weiter diversifiziert, indem sie vermehrt in private Anlageformen investiert haben,“ erklärt Neill Clark, Head of State Street Associates, Europe, Middle East and Africa (EMEA), State Street. „Bei Aktien stieg der Appetit der institutionellen Anleger auf börsennotierte US-Titel spürbar, während sich das Engagement in Schwellenlandaktien deutlich reduzierte. Das aktuelle gesamtwirtschaftliche Umfeld, die erwarteten steuerlichen Anreize und die Portfolioausrichtung von institutionellen Anlegern und Staatsfonds geben für den weiteren Verlauf des Jahres 2021 Grund für Optimismus.“

Auch fand die aktuelle Untersuchung keine Anhaltspunkte für die Entwicklung einer Spekulationsblase. Die Diskussion über diese sei laut State Street dennoch hochaktuell. Vielmehr gäbe es weiteren Spielraum für den Ausbau von Risikoanlagen durch die institutionellen Anleger.

„Während der Pandemie haben Staatsfonds ihren langfristigen Anlagehorizont genutzt, um von Marktverwerfungen zu profitieren,“ erklärt Duncan Bonfield, Chief Executive, IFSWF. „Die Untersuchung zeigt außerdem, dass Staatsfonds nach wie vor nach Anlagemöglichkeiten in Branchen wie Technologie und Healthcare Ausschau halten, die sich während der Pandemie stark entwickelt haben, insbesondere in privaten Märkten, wo die Renditen mit den mehrjährigen Anlagekonzepten der Staatsfonds zusammenpassen. Dieses Vorgehen unterstreicht die institutionelle Disziplin und die Ausrichtung auf langfristige Rendite.“

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