Der fortdauernde Niedrigzins zwingt die Institute zu höheren Rückstellungen für die Vorstandspensionen

Viele Institute der Sparkassengruppe bieten ihren neuen Vorstandsmitgliedern im Rahmen der Altersversorgung keine Direktzusagen mehr an, wie die Zeitung „Handelsblatt“ am 28.03. berichtete. Damit entfällt für die betreffenden Sparkassen auch die Pflicht, Rückstellungen zu bilden.

Angesichts des fortdauernden Niedrigzinses müssen die Sparkassen für die Pensionen ihrer Vorstandsmitglieder immer höhere Rückstellungen bilden. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, betrugen die Rückstellungen der gut 80 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen zum Jahresende 2020 knapp 700 Millionen Euro. Der Vergleich mit dem Jahresende 2015 ergab einen Barwert der Pensionsansprüche in Höhe von lediglich 570 Millionen Euro. Laut einer Umfrage des „Handelsblatts“ haben viele der ein Dutzend Regionalverbände – zugleich Lobbyisten und Wirtschaftsprüfer der Sparkassen – die eigenen Empfehlungen für die Vergütung neuer Vorstände neu aufgestellt, oder sie planen das.

Die Sparkassen, die die Vorstandspensionspläne neu aufgestellt haben, entrichten ihren neuen Vorstandsmitgliedern entweder mehr Gehalt, damit die Manager selbst für den Ruhestand sparen können, oder sie gewähren eine beitragsorientierte Altersversorgung mit regelmäßigen Einzahlungen. Sparkassenvorstände im Amt werden in der Regel je nach Dauer ihrer Vorstandstätigkeit Pensionen in Form einer leistungsorientierten Zusage in Höhe von bis zu 55 Prozent ihres bisherigen Grundgehalts. Vereinzelt sind die Pensionsansprüche sogar noch höher.

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