Die Altersvorsorge scheitert bei vielen Deutschen nicht nur am Einkommen, sondern an mangelnden Informationen und weil ihnen die Vorsorgemöglichkeiten zu unsicher erscheinen. Zu diesem Ergebnis kommt der Berater Aon.

Neben mangelndem Einkommen sorgen viele Deutsche wegen Unsicherheit und zu wenig Informationen nicht für das Alter vor. Das hat eine Umfrage des Beraters AON ergeben, bei der 2.132 Personen zur Altersvorsorge befragt wurden, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung sind. Rund ein Viertel derjenigen, die für sich keine Möglichkeit sehen, etwas zur Verbesserung ihrer Rente zu tun gaben die Gründe „Informationsmangel“ und „die Möglichkeiten zur Vorsorge sind mir zu unsicher“ an.

Betrachtet man die unterschiedlichen Einkommensgruppen zeigt sich, dass die Gründe je nach Gruppe unterschiedlich gewichtet sind. Bei mittleren Einkommensgruppen mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.000 und 4.000 EUR pro Monat gaben rund 45 Prozent an, dass ihnen entweder Informationen fehlen oder alle Möglichkeiten der Vorsorge zu unsicher seien.

Geringverdiener – mit einem Haushaltseinkommen bis zu 2.000 Euro netto monatlich – nannten einen anderen offensichtlichen Grund am häufigsten, die fehlenden Finanzmittel. Bei höheren Einkommensgruppen ab 4.000 Euro pro Monat gab knapp ein Drittel an, dass die finanziellen Mittel für die Altersvorsorge fehlen. Den Faktor „Unsicherheit“ nannten 31,5 Prozent und „Informationsmangel“ 9,8 Prozent dieser Gruppe. Die restlichen 26,1 Prozent nannten sonstige Gründe.

Axel Paul, Principal bei Aon, sieht hier auch die Unternehmen in der Pflicht: „Gerade die betriebliche Altersversorgung bietet unabhängig vom Einkommen gute Möglichkeiten der Vorsorge. Unternehmen sollten die Chance nutzen, durch intensive Information ihre Mitarbeiter zu motivieren und zu binden.”

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