Frauen sorgen seltener und in geringerem Maße für das Alter vor als Männer

Frauen betreiben immer noch seltener Vorsorge für den Ruhestand als Männer. Das gilt sowohl für die private Altersvorsorge als auch für die betriebliche Altersversorgung. Laut einer Swiss-Life-Studie beträgt die Differenz im Vorsorgeverhalten der Geschlechter derzeit 13 Prozentpunkte. Demnach sind 43 Prozent der Kunden, die ein Altersvorsorgeprodukt kaufen, Frauen, 56 Prozent sind männlich, und 1 Prozent der Kunden macht keine Zuordnung zu einem Geschlecht.

Darüber hinaus beauftragte Swiss Life Deutschland das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer Online-Befragung über das Vorsorgeverhalten von Frauen. Demnach investieren Frauen seltener in ihre Vorsorge, und sie investieren auch weniger Geld darin. 53 Prozent der weiblichen und 57 Prozent der männlichen Befragten halten monatliche Sparbeträge von über 150 Euro für ausreichend, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Tatsächlich investieren aber lediglich 22 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer diesen Betrag tatsächlich. Schätzung und Wirklichkeit gehen also bei Männern und Frauen auseinander, wobei Frauen weniger für ihre Rente zurücklegen.

Im Jahr 2019 haben Frauen aus allen drei Säulen der Alterssicherung laut OECD ein Alterssicherungseinkommen bezogen, das im Durchschnitt um 46 Prozent niedriger als das Männer war. Diesen Gender Pension Gap schätzen die meisten Frauen (85 Prozent) laut der Studie von Swiss Life Deutschland mit unter 40 Prozent zu niedrig ein. Jede dritte Frau (32 Prozent) stuft die Rentenlücke mit höchstens 20 Prozent noch kleiner ein. Die durchschnittliche Rente von Frauen beträgt demnach im Jahr 2018 rund 711 Euro – 437 Euro weniger die durchschnittlichen Alterseinkünfte von Männern (1.148 Euro).

Frauen verdienen in der Regel weniger als Männer, und sie sind zudem seltener in Führungspositionen. Auch unterbrechen bzw. reduzieren sie ihre Erwerbstätigkeit häufiger, um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen. Doch je höher das persönliche Nettoeinkommen der Frauen ist, desto mehr Geld nehmen sie laut Swiss Life in die Hand, um für das Alter vorzusorgen. Frauen mit Hochschulabschlüssen sowie Frauen in Führungspositionen investieren mehr in die Vorsorge.

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