Laut MetallRente Studie spart die Mehrheit der jungen Erwachsenen auch in der Pandemie weiter für das Alter

Laut der fünften MetallRente Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ herrscht unter den jungen Menschen in Deutschland Optimismus für die berufliche Zukunft trotz der Leiden unter Corona. Vier von zehn Befragten geben an, dass sich ihre persönliche Situation in der Schule, im Studium oder im Beruf durch die Pandemie verschlechtert hat. Besonders hart hat Corona offenbar die Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden getroffen. Hier sagen sechs von zehn, dass ihre Situation schlechter geworden ist. Doch nur etwa ein Drittel aller jungen Menschen in Deutschland rechnet auch langfristig mit einer pandemiebedingten Verschlechterung der persönlichen Berufsaussichten. Die Mehrheit von 56 Prozent erwartet hingegen keine Veränderungen zum Status quo.

Mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen spürt bislang keine finanziellen Einbußen durch Corona. 16 Prozent nehmen sogar eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage durch die Pandemie wahr. Ein Drittel jedoch gibt an, jetzt finanziell schlechter dazustehen als vor Beginn der Pandemie. Bei denjenigen, die wenig Geld zur Verfügung haben, ist dieser Anteil deutlich höher.

Zwar sagt über die Hälfte aller befragten Jugendlichen, dass sich Corona bisher nicht auf ihr Sparverhalten ausgewirkt hat. Doch gerade für diejenigen, deren finanzielle Lage ohnehin schon angespannt ist, wird es immer schwieriger vorzusorgen. Fast ein Drittel der Befragten in dieser Gruppe gibt an, jetzt weniger Geld zur Seite legen zu können als vor der Corona-Pandemie. Umgekehrt gibt es bei denjenigen, die ihre finanzielle Lage als sehr gut beschreiben, die Tendenz, mehr Geld für später zurückzulegen. Hier spart jeder Vierte aktuell sogar mehr als vor der Pandemie. Trotz Corona ist ein Großteil der jungen Menschen optimistisch, auch in Zukunft, Geld fürs Alter zurücklegen zu können. Sechs von zehn gehen davon aus, dass Corona nichts daran ändern wird. Jeder Zehnte rechnet sogar damit, dass die Wahrscheinlichkeit eigener Altersvorsorge zunimmt.

Heribert Karch, Geschäftsführer von MetallRente, deutet die Ergebnisse folgendermaßen: „Das Sparverhalten ist durch Corona stabil und teilweise sogar besser geworden. Aber dies ist keineswegs beruhigend. Denn die soziale Schere geht weiter auseinander. Unter den jungen Menschen mit kleinem Einkommen oder jungen Arbeitslosen verfestigt sich das Gefühl abgehängt zu werden. Unsicherheiten über berufliche und finanzielle Zukunft korrelieren mit abnehmendem Vertrauen in den Staat.“

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