Autohaus Schrön GmbH macht den dritten Preis in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen beim Deutschen bAV-Preis.

Im Jahr 2007 machte sich Marko Schrön mit einem Autohaus im südthüringischen Bad Salzungen selbständig. Aktuell beschäftigt die Autohaus Schrön GmbH 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr setzte sich der Geschäftsführer mit Blick auf seine persönliche Absicherung mit dem Gedanken über eine betriebliche Vorsorge auseinander. „Im Beratungsgespräch mit meiner Hausbank, der VR Bad Salzungen Schmalkalden eG, wurde ich auf ein Konzept zur Fachkräftebindung und -gewinnung aufmerksam“, sagt Marko Schrön. Er war schon seit längerem auf der Suche nach einem Benefit, mit dem er seine Beschäftigten absichern und zugleich langfristig im Betrieb halten konnte. Im vierten Quartal 2021 war es dann so weit: Die Hausbank stellte dem Unternehmer ein Benefitmodell inklusive Betreuungs- und Marketingkonzept zur Verfügung.

Der „Ruhestandsassistent“ der Autohaus Schrön hat es in sich. Zunächst gewährt die Firma den Beschäftigten eine arbeitgeberfinanzierte bAV in vier Stufen: 50, 100, 150 bzw. 200 Euro pro Monat. „Nach dem Ende der Probezeit oder der Ausbildung zahlen wir unseren Mitarbeitern zunächst 50 Euro in eine Direktversicherung des Versorgungswerks MetallRente ein“, erklärt Marko Schrön. „Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit stocken wir auf 100 Euro auf, nach fünf Jahren auf 150 Euro und nach zehn Jahren auf 200 Euro.“ Darüber hinaus können die Beschäftigten freiwillig Eigenvorsorge für den Ruhestand betreiben. Das umgewandelte Entgelt matcht der Arbeitgeber mit 25 Prozent der Beträge. Weitere Bausteine des Absicherungspakets sind eine Berufsunfähigkeitsabsicherung und eine Unfallversicherung für den beruflichen und den privaten Bereich. Ergänzt wird die Sonderausstattung um ein Gesundheitspaket.

Der Geschäftsführer sprach seine Mitarbeiter auf einer Versammlung erstmals auf das neue Angebot an und plante gemeinsam mit der VR-Bank Informationsgespräche vor Ort. „Dass die Ansprechpartner in der Region präsent sind, ist meinen Kollegen sehr wichtig“, so Schrön. Auch wies er darauf hin, dass alle Bausteine rein arbeitgeberfinanziert sind und die Leistungen freiwillig durch die Mitarbeiter ergänzt werden können. Doch unter den Mitarbeiter regte sich trotz des Mehrwertes, den der Arbeitgeber ihnen bot, Widerstand. Da der Arbeitgeberanteil der bAV zulasten von Erhöhungen des Fixgehalts gehen sollte, kündigten sogar zwei Mitarbeiter. Ihr Argument war: Sie brauchten das Geld jetzt und nicht erst später. Während manche Beschäftigte im mittleren Alter dem neuen Vorsorgebaustein kritisch gegenüber standen, waren jüngere Kollegen und vor allem Berufseinsteiger offen für das Angebot.

Zum 1. Dezember 2021 ging das bAV-Angebot des Autohauses an den Start. Inzwischen nutzen alle verbleibenden 15 Mitarbeiter die zusätzlichen Mehrwerte. „Die Teilnehmer sind sehr motiviert“, freut sich Marko Schrön und wertet die hohe Beteiligung an der Entgeltumwandlung als Zeichen der Loyalität und des Vertrauens der Mitarbeiter. Inzwischen konnte er über das bAV-Angebot in Vorstellungsgesprächen neue Fachkräfte gewinnen, die zuvor lange für ihren alten Arbeitgeber tätig waren.

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