Das verwaltete Vermögen reduzierte sich im ersten Quartal 2020 auf 700 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Marktabschwung im Zuge der Pandemie zurückzuführen, während sich Währungseffekte positiv auswirkten.

Im Vorquartal hatten die Assets under Management (AuM) noch 767 Milliarden Euro betragen. Das Nettomittelaufkommen ging im ersten Quartal 2020  um 2,5 Milliarden Euro zurück. Ohne Cash-Produkte lag das Minus bei 6,1 Milliarden Euro. Hauptgrund waren Abflüsse in den Bereichen Active (ohne Cash-Produkte) und Passive. Der Rückgang konnte durch die Nettozuflüsse in Alternatives und Cash-Produkte nicht kompensiert werden. Dabei wurden im Januar und Februar noch Zuflüsse gesehen. Doch dann kam mit der Corona-Pandemie der Wendepunkt.

Die traditionellen Anlageklassen wurden durch den starken Marktrückgang im März schwer getroffen, wenngleich der durch hohe Margen gekennzeichnete Bereich Active Equity das Quartal mit Nettomittelzuflüssen beenden konnte. Der Bereich Alternatives blieb während des Quartals widerstandsfähig mit anhaltend hoher Nachfrage nach Immobilienprodukten. Cash-Produkte wurden von institutionellen Investoren  als sicherer Hafen für ihre Portfolios genutzt.

Der Bereich Active Asset Management verzeichnete im ersten Quartal ohne Cash-Produkte Nettoabflüsse in Höhe von 5,6 Milliarden Euro, wobei sich das Mittelaufkommen bei Active Equity im Quartalsvergleich auf 1,7 Milliarden verbesserte. Die anderen Produktklassen verzeichneten Abflüsse wegen der gedämpften Marktstimmung aufgrund der Corona-Pandemie.

Trotz eines sehr guten Starts in das Jahr im Januar und Februar musste auch der Bereich Passive Asset Management Abflüsse hinnehmen. Das Mittelaufkommen belief sich im ersten Quartal 2020 auf minus 2,0 Milliarden Euro (viertes Quartal 2019: 6,2 Milliarden Euro). Dies war auf Nettoabflüsse aus börsengehandelten Produkten (ETFs und Rohstoffe) zurückzuführen. Die Nachfrage nach Staats- und Unternehmensanleihen-ETFs konnte die Abflüsse aus auf Aktien basierenden börsengehandelten Produkten nicht kompensieren. Institutionelle Mandate verzeichneten indes leichte Nettomittelzuflüsse.

Alternatives mit Mittelzuflüssen

Der Bereich Alternatives zeigte sich im ersten Quartal robust mit weiteren Nettomittelzuflüssen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro (viertes Quartal 2019: 3,7 Milliarden Euro). Während Illiquid Alternatives insbesondere durch die hohe Nachfrage nach der Grundbesitz-Immobilienfondsfamilie weitere Nettozuflüsse generierte, verzeichnete Liquid Alternatives geringfügige Nettoabflüsse.

Potential sieht der Asset Manager in den Bereichen ESG und Digitalisierung. Verfolgt werde eine Barbell-Strategie mit Konzentration auf die bereits definierten Wachstumsbereiche.

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