Das US-Justizministerium prüft einen Vorfall bei der Deutschen Bank. Möglicherweise hat diese gegen einen im Januar geschlossenen Vergleich verstoßen, da sie die Greenwashing-Vorwürfe bei der DWS nicht bei der Behörde meldete.

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge hat das US-Justizministerium der Deutschen Bank mitgeteilt, dass die Bank – im Kontext der Nachhaltigkeits-Investments der DWS – gegen einen geschlossenen Vergleich verstoßen haben könnte. Eine interne Beschwerde im Bereich nachhaltiger Geldanlage bei der Fondstochter wurde nicht an die Strafverfolgung weitergeleitet.

Konkret geht es um Anschuldigungen der früheren DWS-Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler. Sie hatte der DWS vorgeworfen, Greenwashing zu betreiben. Die Fondsgesellschaft wies diese Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Laut Informationen des Handelsblatts hat Fixler die Vorwürfe auch an den DWS-Aufsichtsratschef Karl von Rohr gesendet. Das amerikanische Justizministerium prüft nun, ob die Deutsche Bank die Behörde über diese Email hätte informieren müssen.

Der Hintergrund hierzu ist, dass die Deutsche Bank im Januar zugestimmt hatte 125 Millionen Dollar Strafe zu zahlen, um weitere Strafverfolgung zu verhindern. In der Vereinbarung mit dem US-Justizministerium und der US-Börsenaufsichtsbehörde ging es um ausländische Bestechungsprogramme und die Manipulation der Edelmetallmärkte. Im Gegenzug verpflichtete sich die Deutsche Bank dazu, Compliance Vorwürfe zu melden. Das US-Justizministerium hatte im Oktober diesen Jahres angekündigt härter gegen Wirtschaftskriminalität vorzugehen.

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