Nachhaltigkeit wird nirgends derart sichtbar wie in der Asset-Klasse Forst, findet Frank Becker, Geschäftsführer des Bereichs Institutional Clients bei der Munich-Re-Tochter MEAG. Warum Krisen seinen beruflichen Weg pflastern und weshalb er sich über steigende Zinsen freut, hat er im dpn-Gespräch.

Herr Becker, wie sind Sie zur MEAG gekommen?

Frank Becker: Die MEAG trat 2019 mit der Frage an mich heran, ob ich Interesse hätte, den Bereich des institutionellen Geschäfts weiter auf- und auszubauen. Ihr Potenzial als Anbieterin für exzellente Lösungen im Bereich der institutionellen Kapitalanlage war am Markt unbestritten, sollte aber noch konsequenter genutzt werden – eine sehr reizvolle Aufgabe! Ich freue mich, dies seit November 2019 für die MEAG umzusetzen. Das bedeutet unter anderem, vermehrt institutionelle Investoren außerhalb der Munich Re Group anzusprechen und auch ausgewählte ausländische Märkte über den deutschsprachigen Raum hinaus zu betreten.

Wie erfolgreich waren Sie bisher auf diesem Weg?

Frank Becker: Die Summe der Assets, die wir für institutionelle Investoren verwalten, haben wir auf 55 Milliarden Euro mehr als verfünffacht. Bei einem Gesamtvolumen der MEAG von 305 Milliarden Euro ist das ein großer Erfolg und zeigt auch, dass das Geschäft mit institutionellen Kunden einen signifikanten Anteil am gesamten verwalteten Vermögen der MEAG hat. Die Assets under Management haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehr als verdoppelt. Wir wachsen also durchaus dynamisch und liegen dabei aktuell sogar über Plan.

Sie haben sich Ende 2019 der MEAG angeschlossen. Kurz danach brach die Coronapandemie aus. Schlechtes Timing?

Frank Becker: 2001 stieg ich vor dem Platzen der Dotcom-Blase bei einer Vorgängergesellschaft von Amundi ein. Dort habe ich bis April 2008 in verschiedenen Funktionen und Bereichen des institutionellen Asset Managements gearbeitet. Im Anschluss bin ich zu State Street Global Advisors gewechselt – und im Herbst 2008 kam die Finanzkrise auf uns zu, später noch die Eurokrise. Als ich schließlich im November 2019 zur MEAG gegangen bin, brach schon vier Monate später die Coronakrise aus. Man könnte also sagen, dass ich eine gewisse Erfahrung mitbringe, mit herausfordernden Makro-Rahmenbedingungen umzugehen. Und bei Corona war es doch so, dass wir relativ schnell gelernt haben, die Möglichkeiten der virtuellen Zusammenarbeit konsequent und – wie ich finde – sehr erfolgreich zu nutzen. Krisen sind also durchaus auch ein Katalysator, um Veränderungsprozesse schneller umzusetzen.

Das vollständige Interview mit Frank Becker lesen Sie in der aktuellen dpn.

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