13.02.2020 | Von Antje Schiffler

Amundi wächst und wächst: Starke Zuflüsse aus Indien

Der französische Vermögensverwalter Amundi hatte Ende 2019 eigenen Angaben zufolge 1.653 Milliarden Euro Asset under Management.

Bildquelle: G0d4ather/iStock/GettyImagesPlus

Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im vergangenen Jahr auf 107,7 Milliarden EUR – 72,2 Milliarden EUR hiervon stammen allein von institutionellen Neukunden aus Indien. Zwei neue Mandate von Pensionskassen im Subkontinent spülten im dritten Quartal 14,6 Milliarden und im vierten Quartal 2019 59,6 Milliarden Euro auf die Konten des indischen Joint Ventures, heißt es aus Paris.  Amundi’s Gewinn kletterte gegenüber 2018 um 12,2 Prozent auf 959 Millionen EUR.

Starke Mittezuflüsse erzielte Amundi auch im Bereich der ETFs, wie die Fondsgesellschaft zuvor mitteilte. Im Jahr 2019 konnten die Franzosen ihre diese gegenüber 2018 auf 8 Milliarden Euro verdoppeln.

Insgesamt ist das verwaltete Vermögen seit 2010 um das 2,5-fache und seit dem Börsengang im Jahr 2015 um das 1,7-fache. Das Jahrzehnt stand zudem im Zeichen der Internationalisierung: das außerhalb Frankreichs verwaltete Vermögen steht für rund zwei Drittel des Gesamtvermögens (ohne Versicherungsmandate).

Studie: ESG bringt Outperformance bei Bonds

Wie Amundi weiter mitteilt, hat eine hauseigene Studie ergeben, dass die Integration von ESG-Kriterien seit 2014 Alpha für in Euro denominierte Rentenportfolios geschaffen hat. So erreicht die jährliche Überschussrendite der Long/Short-Strategie bei einem Portfolio bestehend aus auf Euro lautenden Investment-Grade-Anleihen (IG) 37 Basispunkte zwischen den besten Anleihen der Klasse (20 Prozent beste Bewertung nach ESG-Scores) und den schlechtesten Anleihen der Klasse (20 Prozent schlechteste Bewertung nach ESG-Scores). Dies gilt sowohl für den ESG-Gesamtwert als auch für die einzelnen Werte E (Umwelt), S (Soziales) oder G (Unternehmensführung).

US-Dollar-denominierte Anleihen enttäuschen

Bei IG-Anleihen, die in US-Dollar ausgegeben wurden, sind die Ergebnisse in absoluten Zahlen enttäuschender, aber die Korrelation zwischen ESG und Performance ist dennoch positiv. ESG-Investments erreichten von 2010 bis 2019 eine schlechtere Performance als der Markt. Dies gelte beim Long/Short-Ansatz, bei Best-in-Class versus Worst-in-Class-Strategien sowie bei Benchmark-gesteuerten optimierten Portfolios. Dennoch sei die starke Underperformance der Jahre 2010 bis 2013 in der jüngeren Vergangenheit deutlich zurückgegangen: Die jährlichen Kosten für ESG-Investments betragen seit 2014 neun Basispunkte pro Jahr für Benchmark-Strategien gegenüber 24 Basispunkten in den Jahren 2010 bis 2013.

 

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