Asset Management

Asset Management – Vermögensverwaltung für institutionelle Investoren und andere Anleger

Asset Management - Mehr als nur Beratung

Das Kerngeschäft institutioneller Investoren: Kapital mit guten Renditen anzulegen. Das Asset Management, die Vermögensverwaltung, hilft dabei.

Asset Management: Definition

Asset Management ist eine Finanzdienstleistung: Sie bezeichnet die Verwaltung von Vermögen mit dem Ziel, dieses zu vermehren.

Im Gesetz über das Kreditwesen (KWG) lautet die Definition für Asset Management: „Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung).” Somit lautet die bankaufsichtsrechtlich richtige Bezeichnung für die Tätigkeit Finanzportfolioverwaltung.

Im Gegensatz zur Anlageberatung trifft der Asset Manager also Entscheidungen auf Basis der Risiko- und Renditeerwartungen der Kunden und führt diese durch.

Vermögensverwalter können zum einen selbständige Unternehmen sein. Oft sind Asset Manager aber auch Tochterunternehmen von Banken oder Versicherungen. Institutionelle Anleger nehmen die Dienstleistungen der Vermögensverwalter entweder in Form von Spezialmandaten in Anspruch oder kaufen Fonds. Während Privatpersonen nur Publikumsfonds kaufen können, stehen institutionellen Anlegern zusätzlich so genannte Spezialfonds zur Verfügung.

Die größten Asset Manager weltweit

Am Markt dominieren die US-Unternehmen. Der weltweit größte Asset Manager ist BlackRock, und das bereits seit dem Jahr 2009, gefolgt von der Vanguard Group. Ihnen folgen mit einigem Abstand Fidelity und State Street. Auch Häuser aus Europa sind unter den Top Ten: die Allianz Group und Amundi befinden sich laut dem Thinking Ahead Institute von Willis Towers Watson auf den Rängen 5 beziehungsweise 10 der Liste für 2019.

Auffallend: 232 Namen der 500 größten Asset Manager in 2009 befanden sich 10 Jahre später nicht mehr unter den Top 500. Der Grund ist die Konsolidierungswelle im Asset Management, wie Willis Towers Watson in dem Bericht aus dem Oktober 2020 konstatiert.

Insgesamt verwalteten die 500 größten Asset Manager weltweit Ende 2019 rund 104,4 Billionen US-Dollar. Gegenüber 2018 sind die Assets under Management (AuM) damit um 14,8 Prozent angeschwollen.

Asset-Klassen

Gemeinsam mit dem Kunden setzt das Asset Management die Aufteilung des Gesamtvermögen auf verschiedene Asset-Klassen um. Wenn das Portfolio in unterschiedliche Vermögenswerte aufgeteilt wird, können die Risiken der einzelnen Anlagen ausgeglichen werden. Die Aufteilung des Vermögens in verschiedene Anlageklassen wird oft unter dem englischen Namen Asset Allocation geführt.

Das Asset Management berücksichtigt dabei nicht nur die Vermögenslage des institutionellen Investors, sondern auch dessen Risikobereitschaft.

Asset Management in der Niedrigzinsphase

Ein Ende der Niedrigzinsphase ist nicht abzusehen. Institutionelle Investoren suchen daher verstärkt nach Anlagemöglichkeiten jenseits der festverzinslichen Wertpapiere. Viele Anleger stocken beispielsweise ihre Immobilien-Investments auf.

Auch andere so genannte Alternative Investments sind gefragt: Neben Real Estate locken auch Private Equity, Private Debt, Infrastruktur oder Hedgefonds und liquide Alternatives. Aktien werden ebenfalls vielfach aufgestockt, wohingegen wegen der schwachen Erträge die Quote im Fixed-Income-Bereich tendenziell abgebaut wird.

Doch die so genannten traditionellen Asset-Klassen Equity und Fixed Income machen weiterhin 79,7 Prozent aller Asset-Klassen aus, berichtet Willis Towers Watson weiter. Insgesamt machen Aktien knapp 46 Prozent der Gesamtallokation aus, auf festverzinsliche Wertpapiere entfallen fast 34 Prozent.

Das Berichtsjahr 2019 bestätigte zudem einen langjährigen Trend zum passiven Asset Management. Passive Investments stiegen den Angaben von WTW zufolge um 25,3 Prozent und nahmen damit wieder an Schwung auf, wie schon in den Vorjahren mit Ausnahme von 2018. Aktuelle Daten zur Entwicklung seit der Corona-Krise liegen noch nicht vor.

Jobs und Karrierechancen im Asset Management

Natürlich ändert sich auch der Markt für Asset Manager. Gesucht sind beispielsweise Spezialisten für Alternatives. Ob Private Debt, Private Equity, Immobilien oder andere Sachwerte: wer in diesen Gebieten Erfahrung hat, kann sich gute Chancen auf dem Jobmarkt ausrechnen. Aber auch Sales-Spezialisten und Analysten mit guten quantitativen Skills sind gefragt.

Mit zunehmender Regulatorik gibt es zudem gute Karrierechancen für Fachkräfte im Segment Legal und Compliance.

In allen Bereichen des Asset Management gilt: Frauen sind gesucht. Besonders in den höheren Senioritätsstufen und im Senior Management dominieren weiterhin Männer. Und auch die Gehälter von Frauen im Asset Management liegen deutlich unter dem der männlichen Kollegen.

Verdienen lässt sich in der Branche weiterhin gut. Auch im pandemie-geprägten Jahr 2020 blieben die Gehälter auf hohem Niveau. Auch für 2021 sind keine Einbrüche zu erwarten. Allerdings gibt es weiterhin große Unterschiede zwischen Frankfurt, London und Zürich.

Die höchsten Gehälter locken nach wie vor in der Schweiz. Das gilt für alle drei Bereiche des Asset Management – Research, Sales und Portfoliomanagement. Gerade auf der Führungsebene haben die Kollegen in Frankfurt und London das Nachsehen.

Asset Management: Megathemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Wie in allen anderen Bereichen schreitet auch im Asset Management die Digitalisierung unaufhörlich voran. Es ändert sich sowohl die alltägliche Arbeit des Asset Managers als auch die Anlagemöglichkeiten. Kryptoassets sind ein Beispiel für neue Investments. Blockchain-basierte Anlagemöglichkeiten schließen neben Bitcoin und anderen Kryptowährungen beispielsweise auch die sogenannte Tokenisierung von Real Assets wie Kunst oder Immobilien ein.

Aber auch im Trading und Reporting tut sich viel in der Entwicklung weg vom Fax hin zu digitalen Tools und zu neuer Software.

Das andere wichtige Megathema im Asset Management ist Nachhaltigkeit. Umwelt- und Sozialaspekte, aber auch gute Unternehmensführung rücken immer mehr in den Fokus der Geldanlage – die so genannten ESG-Kriterien.

 

 

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