Das Beratungsunternehmen Telos hat deutsche institutionelle Investoren zu ihren Corona-bedingten Veränderungen in der Asset Allocation sowie zu ihren Planungen mit Blick auf die nächsten 18 Monate befragt.

So kam es im Bereich der liquiden Anlageklassen in den meisten Segmenten zu Netto-Reduzierungen. Geldmarkt-anlagen wurden hingegen deutlich aufgestockt. Unter vergleichsweise geringen Reduzierungen litten zudem Staatsanleihen/Pfandbriefe. Leicht zulegen konnten Unternehmensanleihen mit Investment Grade (IG) und etwas überraschend Wandelanleihen. Bei den illiquiden Asset-Klassen wie Immobilien, Infrastruktur, Private Equity und Private Debt wiederum kam es in allen Bereichen zu positiven Veränderungen in der Asset ­Allocation.

Mit Blick auf die nächsten 18 Monate – das zweite Halbjahr 2020 bis Ende 2021 –, ergibt sich für die Asset Manager ein deutlich freundlicheres Bild. Die institutionellen Investoren planen mehrheitlich eine Rückkehr in chancenreichere liquide Anlageklassen wie Aktien, High Yield und Schwellenländeranleihen. Deallokationen sind im Bereich Geldmarkt sowie bei Staatsanleihen und Pfandbriefen zu erwarten.

Alternative Anlagen dürften gewinnen

Bei den alternativen Asset-Klassen hingegen ist mit weiteren Mittelzuflüssen zu rechnen. Rund 30 Prozent der institutionellen Investoren gaben an, neue Mittel allokieren zu wollen. Hier stehen insbesondere Immobilien und Infrastruktur in der Gunst der Investoren. Weitere 35 Prozent beabsichtigen keine Veränderungen vorzunehmen. Kein Investor plant eine Reduzierung.

Insgesamt zeigten sich die Investoren mit dem Kommunikationsverhalten (82 Prozent) und der Kundenbetreuung (75 Prozent) ihrer Asset Manager während der Corona-Krise zufrieden. Hinsichtlich der Performance und des Risikomanagements äußerten immerhin noch circa 55 Prozent der Investoren ihre Zufriedenheit. Lediglich knapp fünf Prozent gaben an, unzufrieden mit dem Verhalten und den Ergebnissen ihrer Asset Manager zu sein.

Interessant zudem: Ohne ein adäquates ESG-Angebot dürfte es bei den Asset ­Managern hinsichtlich der Gewinnung neuer Mandate ­perspektivisch schwierig werden. Rund 80 Prozent der Investoren gaben an, dass das Thema ­Nachhaltigkeit/ESG für sie eine sehr wichtige beziehungsweise wichtige Rolle bei der Vergabe neuer Mandate spielt.

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