Asset Allocation

Die Asset Allocation institutioneller Investoren

Asset Allocation beschreibt die Vermögensaufteilung nach Asset-Klassen eines institutionellen Investors. Um Risiken zu minimieren müssen institutionelle Investoren ihr Portfolio diversifizieren.

Bildquelle: iQoncept/iStock/Getty Images

Asset Allocation beschreibt die Aufteilung des Gesamtvermögens auf verschiedene Anlageklassen. Dazu gehören zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe aber auch Barvermögen. Dadurch, dass das Portfolio in unterschiedliche Vermögenswerte aufgeteilt wird, können die Risiken der einzelnen Anlagen ausgeglichen werden.

Asset Allocation: eine Definition

Die Asset Allocation – oder auf deutsch Vermögensallokation – beschreibt den Prozess der Verteilung von Vermögen auf einzelne Asset-Klassen. Die in der Anlagestrategie festgehaltenen Vorgaben zu Rendite und Risiko werden dabei berücksichtigt.

Die Allokation unterscheidet sich bei den Gruppen institutioneller Investoren, was vor allem an regulatorischen und produktspezifischen Rahmenbedingungen liegt. So setzen Versicherungen in ihrer Asset Allocation beispielsweise andere Schwerpunkte als Stiftungen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der strategischen und der taktischen Asset Allocation.

Rendite und Diversifikation für institutionelle Investoren

In der strategischen Asset Allocation wird die langfristige Aufteilung der Kapitalanlagen auf die einzelnen Asset-Klassen festgelegt. Dabei dienen zuvor definierte Anlageziele, der Anlagehorizont sowie die Risikotragfähigkeit und die Risikoneigung als begrenzende Nebenbedingungen. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Risiko und Rendite zu definieren.

Die taktische Asset Allocation wiederum nutzt aktiv kurzfristige Chancen innerhalb der vorgegebenen strategischen Asset Allocation, indem beispielsweise bestimmte Märkte oder Asset-Klassen über- oder untergewichtet werden.

Es gibt eine Reihe von Tools, die bei der Analyse und Strukturierung des Portfolios helfen. Oft greift die Software dabei auf historische Daten zur Performance der einzelnen Asset-Klassen zurück.

Nachhaltigkeit in der Asset Allocation

Nachhaltigkeit ist heute für viele institutionelle Anleger ein Muss beim Aufbau der Asset Allocation. So ist ESG mittlerweile zu einer entscheidenden Komponente in der Anlagestrategien geworden, die einerseits zur Identifizierung materieller Risiken und andererseits zur Erzielung besserer Ergebnisse für Wirtschaft und Gesellschaft eingesetzt wird.

Asset Allocation und Niedrigzins

Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen besteht für institutionelle Investoren ein Anlagedruck. Denn allein mit festverzinslichen Wertpapieren sind die Renditeziele in der Regel nicht mehr zu erreichen. Vermehrt bauen Anleger daher ihre Positionen in alternativen Anlagen wie Private Equity, Private Debt oder auch Immobilien und Infrastruktur aus.

 

 

 

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