07.08.2019 | Von Bernhard Raos

Es harzt im deutschen LBO-Markt

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der relevanten Leveraged Buyouts in Deutschland um gut ein Drittel.

Bildquelle: G0d4ather/iStock/GettyImagesPlus

Der Mid-Cap-Monitor der Investmentbank GCA Altium erfasst Leveraged-Buyout-Finanzierungen in Deutschland zwischen 20 und 500 Millionen Euro. Wie nun die Zahlen für das erste Halbjahr 2019 zeigen, hat der LBO-Markt deutlich an Dynamik eingebüsst. Wurden in gleichen Vorjahreszeitraum noch 46 Finanzierungstransaktionen durchgeführt, waren es nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch 32.

Die Baisse trifft vor allem die Banken, wo es zu 14 LBO-Deals kam – nach 24 im ersten Halbjahr 2018. Der Marktanteil der Banken liegt damit bei 44 Prozent, so tief wie noch nie. Alternative Kreditgeber wie Debt Funds sind vom Rückgang weniger stark betroffen. Hier sank die Zahl der Transaktionen von 22 auf 18.

Debt Fund profitieren davon, dass Banken vorwiegend kleinere Transaktionen im Mid-Cap-Bereich finanzieren. Offensichtlich ist die Komplexität bei grösseren Deals, wofür es in der Regel mehrere Banken braucht, zu hoch. Kommt dazu, dass vor allem von der Assekuranz aufgesetzte Debt-Funds mit Krediten zu Bankkonditionen operieren. Der europäische Gesamtmarkt von Unitranche-Finanzierungen der Debt Funds liegt mit 96 Transaktionen im ersten Halbjahr rund 10 Prozent unter Vorjahresniveau.

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