16.08.2019 | Von Marcel Thiel

En vogue

ESG-Finanzanlagen sind derzeit voll im Trend und das Interesse an nachhaltigen Investments nimmt auch bei institutionellen Investoren stark zu.

 

In unserer neuen Serie möchten wir deswegen über die verschiedenen Facetten dieser neuen Anlageform informieren, wobei unsere Informationen auf dem „Sustainability Knowledge Center“

https://www.sustainabilityknowledgecentre.be/magazine/nachhaltige-und-verantwortliche-anlagen/willkomen/

von Degrof Petercam Asset Management basieren.

Die erste Serie startet mit allgemeinen Informationen zu ESG-Anlagen. Die Abkürzung steht für „Environmental, Social, Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Was heißt ethisch, ökologisch und sozial im Kontext mit Renten- oder Aktienfonds? Eine einheitliche Definition gibt es nicht, aber die ESG-Kriterien bieten Orientierung.

Historisch betrachtet gab es die ersten Formen sozial verantwortlichen Investierens (SRI) schon im Nordamerika des 17. Jahrhunderts. Sie gehen auf religiöse Ursprünge zurück und erklären, warum SRI bestimmte Anlagen automatisch ausschließt. Die Beziehung zwischen Ethik und Geld hat schon immer viele Fragen aufgeworfen und zur Vermeidung von Aktivitäten in den Bereichen Waffen, Alkohol, Sklaverei, Tabak, Glücksspiel usw. geführt. In den 1980er Jahren kam SRI nach Europa. Hier wurden von religiösen Gemeinschaften einige ethische Fonds aufgelegt, die Ausschlüsse vorsahen. Vor dem Hintergrund für ökologische Probleme wurden Ende der 1980er die ersten „grünen“ Fonds aufgelegt. Dieser recht negative Ansatz, der auf dem Reputations-Risiko von Anlagen beruht, wird heute um positive Ansätze erweitert. Dabei werden die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG) sowie nachhaltige und verantwortungsvolle Aspekte einbezogen.

Durch eine Reihe internationaler Initiativen – insbesondere der United Nations Principles for Responsible Investment (UN PRI) – hat die Berücksichtigung von ESG-Faktoren zugenommen. Die Expertise wächst und wird zunehmend professioneller. Die PRI-Initiative hat zurzeit über 2.000 Unterzeichner und steht für ein verwaltetes Vermögen von fast 45 Billionen US-Dollar. Damit hat sie eine bedeutsame Hebelwirkung für die Verlagerung in Richtung eines nachhaltigeren Finanzwesens.

Fortsetzung folgt …

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