06.05.2019 | Von Olivia Harder

DNB Asset Management will in Deutschland Fuß fassen

Der skandinavische Bondmarkt ist DNB Asset Management nicht genug: Die Norweger wollen jetzt im institutionellen Deutschlandgeschäft vorstoßen und dort mit individuellen Investmentlösungen und ihrem Fokus auf die skandinavischen Märkte punkten.

Die norwegische Boutique DNB Asset Management ist bislang gut mit ihrer Strategie in den nordischen Märkten gefahren: Mit dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung und dem Fokus auf Erneuerbare Energien, Technologien und die Regionen Skandinavien und Asien konnte sich DNB nach eigenen Angaben als drittgrößter Asset Manager in der nordischen Region etablieren. Nun planen die Norweger ihren nächsten Schritt – sie wollen auch im deutschen institutionellen Geschäft Fuß fassen.

DNB Asset Management wagt Sprung in deutsches institutionelles Geschäft

Was bewegt den Asset Manager, von dem stabilen und sicheren Marktumfeld in Skandinavien nach Deutschland vorzustoßen? „In Deutschland suchen Investoren vermehrt nach individuellen Investmentlösungen“, beginnt Malte Kirchner, Senior Institutional Sales bei DNB. „Mit unserer Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit sehen wir uns gut ausgestattet, institutionellen Anlegern das zu bieten, was sie suchen: Nämlich maßgeschneiderte Produkte, die ihrem individuellen Risikoprofil entsprechen.“

Die Vorteile, die der norwegische Bondmarkt bietet, lässt DNB allerdings auch nicht einfach vorbeiziehen: „Der nordische Markt ist attraktiv, weil er eine langfristige, stabile politische und ökonomische Situation, ein historisch hohes BIP-Wachstum sowie solide öffentliche Finanzen aufweist“, findet Kirchner. Insgesamt biete der skandinavische Bond Markt, verglichen etwa mit dem südeuropäischer Staaten, attraktive Spreadlevel bei interessanter Effektivverzinsung sowie einem sehr geringen Zinsänderungsrisiko, da die Bondmärkte in der nordischen Region sich typischerweise durch eine relativ kurze Laufzeit und einen hohen Anteil von Floating Rate Notes auszeichnen.

Mit Nachhaltigkeit über alle Anlagestrategien hinweg punkten

Trotz der Attraktivität des nordischen Marktes will DNB aber expandieren – und hat für seinen Wachstumskurs das deutsche institutionelle Geschäft auserkoren. Punkten wollen die Norweger hierzulange vor allem mit ihrem Nachhaltigkeitsfokus: Laut DNB sind schon jetzt ESG-Kriterien – wie etwa die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels und die Einhaltung der Menschenrechte – in alle Produkte integriert.

Neben dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit setzt DNB bei seinen Assets auf nordische Aktien und festverzinsliche Anlageklassen, sowie auf ausgewählte globale Branchen. Rund 140 Mitarbeiter sind in der norwegischen und der luxemburgischen Niederlassung der Boutique tätig. Sein Spezialgebiet sieht der Asset Manager in Tech- und Green-Tech-Fonds, Corporate Bonds, Staatsanleihen sowie diversen Fixed-Income- und Equity-Strategien.

DNB Asset Management verwaltet nach eigenen Angaben aktuell ein Vermögen von rund 61 Milliarden Euro, davon etwa 33 Milliarden Euro in festverzinsliche Papiere und etwa 20 Milliarden Euro in Aktien. Zudem betreut der Asset Manager nach eigenen Angaben rund 200 institutionelle Mandate.

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