28.05.2019 | Von Michael Lennert

24 Milliarden Euro im ersten Quartal

Laut einer aktuellen Analyse des BVI stieg das das verwaltete Vermögen der Fondsbranche im ersten Quartal 2019 um netto 24,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozent seit Jahresanfang.

S&P(Bildquelle:ipopba/iStock/Getty Images Plus)

Es ist ein Anstieg, der sich sehen lässt: Fondsgesellschaften flossen laut BVI im ersten Quartal 2019 netto 24,5 Milliarden Euro zu. Damit verwalteten die Asset Manager Ende März ein Gesamtvermögen von 3.136 Milliarden Euro, was einem Anstieg von sechs Prozent seit Ende Dezember 2018 entspricht. Der Treiber im Neugeschäft waren dabei weiterhin offene Spezialfonds mit Zuflüssen in Höhe von 23,8 Milliarden Euro. Offene Publikumsfonds verzeichneten hingegen Abflüsse von 2,2 Milliarden Euro, geschlossene Fonds sammelten seit Jahresbeginn 0,7 Milliarden Euro ein und freie Mandate 2,2 Milliarden.

Starke Zuflüsse bei Immobilienfonds

Angeführt wird die Absatzliste der offenen Publikumsfonds im ersten Quartal von Immobilienfonds, denen netto 3 Milliarden Euro zuflossen. Aktienfonds wiederum sammelten 1,4 Milliarden Euro ein, wobei aktiv gemanagte Fonds 2,4 Milliarden Euro Zuflüsse und Aktien-ETFs eine Milliarde Euro Abflüsse verzeichneten. Mischfonds erzielten praktisch kein Neugeschäft, bei Geldmarktfonds und Rentenfonds flossen insgesamt 5,1 Milliarden Euro ab.

Immobilienfonds verwalten Netto-Vermögen von 200 Milliarden Euro

Genauer unter die Lupe in der aktuellen Analyse nahm der BVI die Immobilienfonds, deren verwaltetes Netto-Vermögen in den letzten zwölf Monaten von 175 Milliarden Euro gegen Ende März 2018 auf 200 Milliarden Euro gestiegen ist. Das entspricht einem Zuwachs von 14 Prozent. Auf offene Publikumsfonds entfallen hierbei 101,1 Milliarden Euro, auf offene Spezialfonds 92,2 Milliarden Euro und auf KAGB-konforme geschlossene Fonds 6,3 Milliarden Euro.

Die detailliertere Auswertung zeigt dabei, dass Spezialfonds und Publikumsfonds den Anteil von Büros und Praxisräumen in den letzten vier Jahren reduziert und dafür mehr auf Handel und Gastronomie gesetzt haben. So liegt bei den Publikumsfonds mit 55 Prozent der Schwerpunkt weiterhin auf Büro und Praxis, gefolgt von Handel und Gastronomie mit 26 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen Hotels. Ihr Anteil stieg von 4 Prozent auf 9 Prozent.

Bei den Spezialfonds entfallen wiederum 33 Prozent auf Büro- und Praxisflächen sowie 32 Prozent auf Handel und Gastronomie. Wohnimmobilien haben ihren Anteil von 6 Prozent auf 15 Prozent mehr als verdoppelt.

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