Auch 2022 wird sich der Trend hin zu den privaten Märkten verfestigen, schreibt BlackRock im „2022 Private Markets Outlook“.

Noch nie wurde so viel Kapital für Anlagen an den Privatmärkten mobilisiert. Asset-Klassen wie Private Debt, Private Equity oder Real Assets wie Immobilien und Infrastruktur sind bei institutionellen Investoren beliebt wie nie zuvor. Gleichzeitig entstehen neue Anlagemöglichkeiten und Geschäftsfelder wie zum Beispiel Sekundärmarktinvestments.

In der aktuellen Studie “2022 Private Markets Outlook“ fassen die Experten von BlackRock vier Kernergebnisse zusammen:

  • Die Risikoprämien an den Privatmärkten sind weiterhin attraktiv und können die Widerstandsfähigkeit eines Portfolios erhöhen.
  • Megatrends dürften den Trend hin zu Privatmarkt-Assets begünstigen. Ob strukturelles Wachstum im Gesundheitswesen, Digitalisierung, Dekarbonisierung und die wachsende Bedeutung Asiens – dies alles sind Felder, in denen sich Anlagechancen finden lassen.
  • Der Weg zu Netto-Null ist eine große Chance.
  • Vintage-Investitionen bleiben ein wirkungsvolles Instrument. Die Bedeutung der Auflegungsjahre spielen für Privatmarktanlagen eine immer größere Rolle, heißt es.

Angesichts des starken Wettbewerbs um Vermögenswerte kommt dem sorgfältigen Sourcing eine noch größere Bedeutung zu. Zudem sei künftig eine größere Streuung der Renditen zu erwarten.

Der wirtschaftliche Neustart biete aufgrund des durch die Pandemie erhöhten zusätzlichen Kapitalbedarfs von Unternehmen in einigen Sektoren Anlagemöglichkeiten im Bereich Private Credit. Das Volumen von Private Credit dürfte bis 2025 um jährlich elf Prozent auf 1,46 Billionen US-Dollar steigen, so BlackRock.

Drei Entwicklungen an den Private Markets

  • Beschleunigung: Covid hat Trends wie den Einsatz von Technologie in Unternehmen, Veränderungen im Gesundheitswesen sowie neue Konsum- und Lebensgewohnheiten beschleunigt. Diese Trends bilden Chancen für künftige Renditen an den Privatmärkten.
  • Dekarbonisierung: Der Weg zu einer dekarbonisierten Wirtschaft bietet Chancen in den Bereichen Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft. Um das Ziel der „Netto-Null“ zu erreichen, müssen in zentralen Wirtschaftsbereichen bis 2030 jährlich 4 Billionen US-Dollar investiert werden. Dies ist mehr als das Dreifache des aktuellen Investitionsvolumens.
  • Konvergenz: Privatmarktanlagen bieten auf Unternehmensseite ein breiteres Spektrum möglicher Anlagemöglichkeiten, aber Investoren sollten zunehmend in der Lage sein, Unternehmen über den Lebenszyklus hinweg sowohl an öffentlichen als auch an privaten Märkten begleiten zu können.

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