Dr. Hengster, Loesch und Kollegen (HLK) erklären in ihrer aktuellen Markteinschätzung unter anderem, wieso die Quote alternativer Anlagen 2021 weiter steigen wird.

Bei institutionellen Investoren soll die Kurve der alternativen Anlagen in diesem Jahr weiter steigen. Dieses und weitere Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Analyse der Experten von HLK.

Im deutschsprachigen Raum hat das Interesse an Sachwertinvestments im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die zu geringen Risikoprämien für schlechte Bonitäten würden die Investoren zwingen, ihre Quoten für Fixed Income Investments in der Asset Allocation weiter zu reduzieren. Dies komme unter anderem Real Assets zugute, erläutert Dr. Rupert Hengster, Geschäftsführer von HLK.

Gefragt sind insbesondere Immobilien, Private Debt, Private Equity und Infrastruktur. Gleichzeitig bliebe die Aktienquote bei Institutionellen in Deutschland und Österreich im internationalen Vergleich eher gering, so die Analyse.

HLK, Dr. Rupert Hengster

Auch in diesem Jahr soll die Suche nach Rentenersatz die Investoren beschäftigen. Aufgrund des Bedarfs nach Investments mit stabilen und möglichst langfristigen Cash-Flows und wenig Volatilität sollen Immobilien weiterhin besondere Beliebtheit genießen, erläutert Hengster weiter.

Family Offices klar im Vorteil

Nachteilig wirke sich aus, dass bestimmte Investments nicht mehr getätigt werden können, weil die vorgeschriebenen Quoten bei den Investoren ausgeschöpft seien. Eine Lösung hierfür wäre laut Hengster die genehmigungspflichtige Ausweitung der Immobilienquote oder die Nutzung kreativer Strukturierungsansätze wie etwa im Bereich Private Debt Real Estate. Im Vorteil sind hier beispielsweise Family Offices, da diese weitgehend unreguliert sind und dies nicht berücksichtigen müssten.

Die wachsende Bedeutung nachhaltiger und ESG-Aspekte in der Kapitalanlage institutioneller Investoren ist weltweit nicht mehr aufzuhalten. Im deutschsprachigen Raum herrsche laut Hengster zum Thema Nachhaltigkeit noch teilweise Skepsis. In Zukunft führe jedoch kein Weg vorbei an nachhaltigen Kapitalanlagen.

Nach einem für die Arbeitswelt so herausfordernden Jahr 2020 würden Investoren nach wie vor den persönlichen Kontakt trotz modernster Technik sehr schätzen, resumiert Hengster.

HLK versteht sich als sich als langfristiger strategischer Partner und Berater für institutionelle Investoren in Deutschland und Österreich. HLK beschäftigt sich mit Spezialthemen, wie Real Assets, Private Debt und Liquid Alternatives. Zu den ausgewählten Kooperationspartnern zählen unter anderem Agora Group, GalCap Europe, GEG, Invest in Visions, Susi Partners und The Singularity Group.

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