Alternative Investments sind elementarer Portfoliobaustein der deutschen Altersvorsorge, lautet ein zentrales Fazit der BAI Investor Survey 2020.

Eine der Kernbotschaften des diesjährigen BAI Investor Surveys ist es, dass der durchschnittliche deutsche institutionelle Investor seine Portfolioallokation im Bereich Alternative Investments in den nächsten drei bis fünf Jahren von 22 auf 26 Prozent ausweiten wird.

Dies entspricht einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate der gesamten Alternative-Investments-Branche von jährlich drei bis sechs Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren, so Andreas Kalusche, Vorstandsmitglied des BAI.

Dieses und die folgenden Ergebnisse stammen aus dem aktuellen BAI Investor Survey 2020:

Für die diesjährige Befragung wurden 77 institutionelle Investoren aus Deutschland, die zusammen rund 1.300 Milliarden Euro Assets under Management verwalten, befragt. Damit wurde laut BAI ein Rekord gebrochen, sowohl bei der Teilnehmerzahl als auch beim Anlagevermögen. Befragt wurden hauptsächlich Versicherer, Pensionskassen und Versorgungswerke.

Als größte Herausforderungen für das kommende Jahr sehen die befragten Investoren die COVID-19-Krise. Mittelfristig und mit Blick auf einen Impfstoff sollte COVID-19 aber nach deren Einschätzung keinen erheblichen Einfluss auf den Investitionsprozess mehr haben.

Alternative Investments: Chancen und Herausforderungen

Zu Chancen und Herausforderungen bei der Anlage in Alternative Investments ergänzt Philipp Bunnenberg, Analyst beim BAI, dass wahrscheinlich vor allem Infrastruktur und Private Equity, aber auch Private Debt vom Niedrigzinsumfeld besonders profitieren werden. Ebenso wird sich der Fokus im Segment Corporate Private Debt festigen, laut BAI sollen viele first-time-Investoren angezogen werden.

Auch das Thema ESG war in diesem Jahr einer der Schwerpunkte der Befragung. Während bei der letztjährigen BAI-Umfrage nur 10 Prozent der Investoren angaben, dass die Rendite einer der Hauptfaktoren für die Integration von ESG-Faktoren in ihren Investmentprozess sei, hat sich diese Zahl in diesem Jahr mit 22,6 Prozent mehr als verdoppelt.

Crypto-Assets spielen laut Frank Dornseifer, dem Geschäftsführer des BAI, in den nächsten Jahren für deutsche Institutionelle noch keine große Rolle. Spätestens mit flankierender Regulierung, wie dem Gesetz zur Einführung elektronischer beziehungsweise Kryptowertpapiere in Deutschland und dem europäischen Regelwerk für Kryptoassets und DLT-basierter Marktinfrastruktur, werden digitale Assets jedoch auch vermehrt in institutionellen Portfolios zu sehen sein.

Der Bundesverband Alternative Investments e. V. (BAI) ist die zentrale Interessenvertretung der Alternative-Investments-Branche in Deutschland. Er umfasst 240 Mitglieder.

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