Alternativen im Fixed-Income-Bereich

Der Beginn eines neuen Konjunkturzyklus mit möglicherweise starken Schwankungen ist eingeläutet. Gleichzeitig befindet sich die Geldpolitik auf dem Weg in eine Phase wieder steigender Zinsen. In einem solchen Umfeld sollte ein diversifiziertes Portfolio auch Anleihen enthalten, die über den aktuellen Wirtschaftszyklus hinaus ein attraktives risikobereinigtes Renditepotenzial bieten. Höher verzinsliche Anleihen haben eine gute Ausgangsposition, da sie bereits in der Vergangenheit ihre Widerstandsfähigkeit in turbulenten Phasen bewiesen haben. Ein Blick auf die Fundamentaldaten lohnt sich.

Kleinerer Markt, höhere Renditen, mehr Ertrag

Der Index Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond (Global „Agg“) bildet fast alle Investmentgrade-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 67 Bio. USD ab. Die durchschnittlichen Renditen liegen gerade einmal bei 1 %, der jährliche Ertrag des gesamten Index beträgt 1,2 Bio. USD. Im Vergleich dazu hat der viel kleinere Global High Yield Index hingegen einen Marktwert von 2,6 Bio. USD bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 %. Trotz seiner geringeren Größe erzielt dieser Index jährliche Erträge von 154 Mrd. USD. Das Marktvolumen des globalen High-Yield-Markts umfasst also nur 4 % des Investmentgrade-Markts, erzielt aber 13 % der Erträge.

Ausfälle gehören zu dieser Anlageklasse. Der überwiegende Teil der Anleihen, die in einem Index oder einem indexabbildenden Fonds enthalten sind, haben jedoch ein geringes Ausfallrisiko und erzielen Kuponerträge. Selbst wenn eine Anleihe ihren Marktwert verliert, sind die Kupons fest und werden so lange gezahlt, wie das Unternehmen nicht in Zahlungsverzug gerät oder in Konkurs geht. Diese Kupons summieren sich und sind der Grund, warum High-Yield-Anleihen höhere Renditen erzielen, selbst wenn sie im Laufe der Zeit einen Teil ihres Wertes verlieren oder ganz ausfallen (s. Abb. 1). Seit 1996 setzte sich die Rendite des U.S. High Yield Index durchschnittlich aus 7,9 % aus Kupons und -1,3 % aus Kursen zusammen, was einer Gesamtrendite von 6,6 % entspricht. Seit 1986 betrug die jährliche Gesamtrendite des Index stolze 8 % – der Aktienindex S&P 500 erzielte im selben Zeitraum eine annualisierte Rendite von 11,1 %.

Lange Drawdown-Phasen sind bei High-Yield-Anleihen eher selten

Seit Anfang 2008 gab es bei High-Yield-Anleihen nur vier wesentliche Rückschläge, wovon zwei länger als sechs Monate dauerten. Der größte Wertverlust von 29 % musste während der Finanzkrise 2008 verbucht werden, der zweitgrößte Verlust von 12 % im Februar und März 2020 aufgrund der Coronapandemie. High-Yield-Anleihen erholten sich dann aber wieder bis 30. April 2021 mit einem Plus von 22,2 %.

Keine engen Korrelationen mehr zu Zinsen

In Zeiten steigender Zinsen gelten Anleihen normalerweise als weniger attraktiv. High-Yield-Anleihen reagieren jedoch weniger empfindlich auf Zinsänderungen als Investmentgrade-Anleihen.1 Grund dafür sind die Spreads – also die Überschussrenditen gegenüber US-Staatsanleihen, deren Verzinsung als risikolos gilt: Da bei Investmentgrade-Anleihen keine Zahlungsausfälle zu erwarten sind, entspricht der größte Teil der Rendite dieser Anleihen dem risikolosen Zins. Dagegen müssen hochverzinsliche Anleihen das höhere Ausfallrisiko kompensieren. Die Überschussrendite gegenüber den US-Treasury-Zinsen spiegelt diesen Sachverhalt.

Ist die Wirtschaftslage schlecht, weiten sich normalerweise die Spreads. Ist die Wirtschaft im Aufwärtstrend, engen sie sich ein. Da die Spread-Komponente der Rendite einer hochverzinslichen Anleihe viel größer ist als bei Investmentgrade-Papieren, haben High-Yields einen eingebauten Puffer, der sie vor steigenden Zinsen schützt. Und da die Zinsen in Zeiten des Wirtschaftswachstums in der Regel steigen, wird die Kreditwürdigkeit der Unternehmen und auch der Wert von Hochzinsanleihen verbessert. Folglich haben sich steigende Zinsen (oder der risikofreie Zinssatz) in der Vergangenheit stärker (negativ) auf Investmentgrade-Anleihen ausgewirkt als auf High-Yield-Anleihen. Hochzinsanleihen im Portfolio sind also kein Grund zur Beunruhigung, wenn die Zinsen steigen.

1Oleg Melentyev and Eric Yu. “The High Yield Market Primer”. May 29, 2020. BofA Global Research, S.10

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