Reformen der Unternehmensführung (Governance) und ein fortschrittliches Unternehmensklima machen Japan für ausländische Investoren zunehmend attraktiv und bilden eine solide Grundlage für Japans Zukunft.

Als Premierminister Fumio Kishida ankündigte, dass Japan ab Juni die Grenzkontrollen lockern wird, war dies ein weiterer deutlicher Beweis für die Entschlossenheit seiner Regierung, Japan wieder zu einem Drehkreuz für internationale Unternehmen, Innovationen und Investitionen zu machen. Früher wurde das Land von internationalen Investoren regelmäßig für seine unflexible, schwache und veraltete Unternehmenskultur kritisiert. Befürchtungen, dass Shinzo Abes “Drei-Pfeile”-Unternehmensreform-Programm nach seinem Ausscheiden im Jahr 2020 verkümmern würde, haben sich jedoch nicht bewahrheitet. Die Regierung Kishida hat Nach dem Amtsantritt im November 2021 unverzüglich ihre Verpflichtung bekräftigt, mit der Bank of Japan zusammenzuarbeiten. Ziele: Eine Inflation von 2 % und nachhaltiges Wachstum. In einer Zeit, in der einige Industrieländer unter den höchsten Inflationsraten seit vier Jahrzehnten leiden, dürfte Japans Geldpolitik entgegenkommend bleiben. Dies dürfte auch in den kommenden zehn Jahren ein positives Umfeld für japanische Unternehmen schaffen.

Stärkung der Unabhängigkeit der Leitungsgremien

Eine der wichtigsten Unternehmensreformen für japanische Unternehmen – und ein wichtiger Faktor für die Belebung von Investments aus dem Ausland – war die Einführung eines strengeren Regelwerks zur Unternehmensführung. Der Corporate-Governance-Kodex wurde 2015 eingeführt und 2018 sowie 2021 überarbeitet. Einige der wichtigsten Bestimmungen sind:

  • Verbesserte Unabhängigkeit der Leitungsgremien: Unternehmen, die im Prime-Segment der Börse notiert sind, müssen die Anzahl der unabhängigen Direktoren auf „mindestens ein Drittel“ ihres Vorstands erhöhen, während zuvor „mindestens zwei“ unabhängige Direktoren erforderlich waren. Der Kodex fordert zudem, dass die unabhängige Direktoren Führungserfahrung in anderen Unternehmen mitbringen.
  • Förderung der Vielfalt: Unternehmen sollen ihre Grundsätze und freiwilligen, messbaren Ziele zur Förderung der Vielfalt durch die Einstellung von Frauen und nicht-japanischen Fachkräften offenlegen. Darüber hinaus sollen sie Maßnahmen zur Personalentwicklung, die mehr Vielfalt gewährleisten, sowie den Stand der Umsetzung kommunizieren.
  • Nachhaltigkeit und ESG: Unternehmen, die im Prime-Segment der Börse notiert sind, sind verpflichtet, die klimabezogene Offenlegung auf Grundlage der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) oder gleichwertiger internationaler Rahmenwerke zu verbessern.

Der Kodex hat dazu beigetragen, dass mehr Frauen in die Unternehmensvorstände berufen wurden. Dadurch haben sich die Unternehmen für unverbrauchte Talente mit anderen Perspektiven geöffnet. Andere wichtige Änderungen, wie die Forderung nach Offenlegungen in englischer Sprache und mehr Transparenz bei den Investitionsstrategien der Unternehmen, werden ausländischen Anlegern helfen, japanische Unternehmen besser zu verstehen, und sie ermutigen, effektiver mit den Managementteams zusammenzuarbeiten.

Reformen steigern die Erträge der Aktionäre

Dieses wettbewerbsfähigere, konstruktivere und aktionärsfreundlichere Umfeld für Japans Unternehmen bedeutet auch, dass mehr Wert auf die Rückführung von Kapital an die Aktionäre gelegt wird. Im Jahr 1988, als ausländische Investitionen in Japan ihren Höhepunkt erreichten, legten japanische Unternehmen wenig Wert auf Dividenden; die Dividendenrendite des Nikkei lag bei bescheidenen 0,46 %. Im Jahr 2022 ist die Nikkei-Dividendenrendite auf deutlich vorteilhaftere 2,45 % angestiegen. Das zeigt, wie weit sich die Erwartungen der Aktionäre entwickelt haben. Darüber hinaus verfügt ein Großteil der japanischen Unternehmen, die sich während der Pandemie als sehr widerstandsfähig erwiesen haben, über beträchtliche Barreserven, die viel Spielraum für weitere Aktionärserträge eröffnen und Japan zu einem zunehmend attraktiven Ziel für Ertragsinvestments machen.

Dividendenrenditen von TOPIX und S&P 500

Quelle: Bloomberg, 20. April 2022

Umstrukturierung der Tokioter Börse

Auch die japanische Unternehmenskultur wurde aus ihrer bisherigen Trägheit gerissen. Im April wurde die Tokyo Stock Exchange einer umfassenden Umstrukturierung unterzogen. Ihre bisher fünf Segmente (First Section, Second Section, Mothers, JASDAQ Standard und JASDAQ Growth) wurden in drei Segmente umstrukturiert (Prime Market, Standard und Growth). Der Hauptgrund für diese Reform war die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: Japans Top-Unternehmen wurden dazu motiviert, ihre Geschäftsabläufe ständig zu verbessern und die Corporate-Governance-Standards einzuhalten, um nicht in Gefahr zu laufen, herabgestuft oder aus dem Markt genommen zu werden.

Aktionärsaktivismus nimmt zu

Verantwortlichkeit ist ein wachsendes Thema in Japan. Es ermutigt Aktionäre dazu, sich gegenüber den Unternehmen, in die sie investieren, deutlicher und manchmal sogar feindselig zu Wort zu melden. Früher galt Aktionärsaktivismus als Tabu, doch die Zahl der aktivistischen Investoren nimmt zu. Es gibt sogar einen japanischen Publikumsfonds, der eine aktivistische Strategie verfolgt. Die Grenzen zwischen Aktionärsaktivismus und unternehmerischer Verantwortung verschwimmen zunehmend, da Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) in den Vorstandsetagen immer mehr an Bedeutung gewinnen. In den vergangenen Jahren gab es einen bemerkenswerten Anstieg des Aktionärsaktivismus im Zusammenhang mit dem Personalmanagement, insbesondere nach der COVID-19-Pandemie, bei der ungenügende Faktoren am Arbeitsplatz für hohe Fluktuation, schlechte Leistungen und minderwertige Produktqualität verantwortlich gemacht wurden. Dieser Trend, sich mit Fragen des Personals zu befassen, ist inzwischen ein weltweites Phänomen, und Japan ist keine Ausnahme. Positiv daran ist, dass aktivistische Investoren inzwischen mit der Unterstützung institutioneller Anleger rechnen können, die die gleichen Bedenken haben und nach dem Stewardship Code verpflichtet sind, im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln. Mit anderen Worten: Anstatt an den Rand gedrängt zu werden, haben Aktivisten mittlerweile den nötigen Einfluss, um große Dinge zu bewirken.

Wie Mitwirken zu Mehrwert führt

Das Engagement in Unternehmen ist dank seiner positiven Auswirkungen auf Kapitaleigner, institutionelle Anleger und investierte Unternehmen in den Fokus gerückt. Untersuchungen zeigen, dass die Mitwirkung großer institutioneller Anleger in Unternehmen mit Verbesserungspotenzial, wie z. B. in Bezug auf die Unternehmensführung, eine niedrige Gesamtkapitalrendite (ROA) und übermäßige Cash-Bestände, sich positiv auswirkt und zu einer höheren Eigenkapitalrendite (ROE), mehr unabhängigen Direktoren und einem größeren Anteil von Managementanteilen am Aktienbesitz führt. In einem sich verändernden Japan wird das Engagement zudem zu einer wichtigen Differenzierungsquelle für Investoren. Die Identifizierung und das Engagement bei unterbewerteten Unternehmen in Bezug auf ESG-relevante Themen wie Dekarbonisierung, Personalmanagement und Verbesserung des Governance-Rahmens sollten die Fundamentaldaten der Unternehmen verbessern, den Unternehmenswert steigern und letztlich zu höheren Erträgen führen.

Noch wichtiger ist jedoch, dass die Beschäftigung mit japanischen Unternehmen eine weitere Perspektive bietet, ein Schlaglicht auf verborgenes Potenzial. Vieles deutet darauf hin, dass die ESG-Leistungen vieler japanischer Unternehmen auf globaler Ebene immer noch unbemerkt bleiben, entweder weil Reputations- oder Altlasten zu bewältigen sind oder weil neuere Unternehmen es versäumen, ihre ESG-Aspekte nachdrücklich genug darzustellen. Die wachsende Bedeutung von ESG und sozialer Verantwortung ist eine Gelegenheit, verstecktes Wertpotenzial in Unternehmen zu identifizieren, die bereit sind, gesellschaftliche Probleme anzugehen und zu lösen. Darüber hinaus schafft der langfristige globale Wandel hin zu einer dekarbonisierten, nachhaltigeren Gesellschaft Wachstumschancen für Unternehmen mit umweltfreundlichen, sauberen Energielösungen, insbesondere in der Wasserstoff- und Batterietechnologie.

Investoren preisen Risiken und Chancen des Klimawandels noch nicht vollständig ein

Das Bewusstsein der Anleger für den Klimawandel nimmt zu, aber der Markt scheint noch nicht in der Lage zu sein, die potenziellen Risiken und Chancen vollständig einzupreisen. Da sich die Welt jedoch zunehmend in Richtung Netto-Null-Ziele bewegt, ist der Umstieg auf sauberere Energiequellen unabdingbar. Für Japans Unternehmen könnten sich daraus wesentlich mehr Chancen als Risiken ergeben. Sowohl China als auch der Westen umwerben Japan wegen der Rohstoffe, die speziell für „grüne Technologien“ benötigt werden, sowie wegen des Bedarfs an Halbleitern. Japan stellt nicht nur hochmoderne Halbleiter her, sondern beherrscht auch einige der Bereiche mit der höchsten Wertschöpfung im Prozess der Halbleiterproduktion. Toshiba erklärte kürzlich, dass Hochleistungshalbleiter „wesentliche Komponenten für die Steuerung und Verringerung des Stromverbrauchs in allen Arten von elektronischen Geräten sowie für die Verwirklichung einer klimaneutralen Gesellschaft“ sind.

Die japanische Organisation für die Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologien (NEDO) koordiniert ein Projekt, mit dem die Energieverluste von Komponenten für die Energiesteuerung in Geräten um 50 % gesenkt werden sollen, während gleichzeitig die Kosten für die Massenproduktion von Hochleistungshalbleitern aus Siliziumkarbid bis zum Jahr 2030 auf das gleiche Niveau wie bei Standardchips auf Siliziumbasis gesenkt werden sollen. Berichten zufolge hat sich die japanische Regierung verpflichtet, 30,5 Mrd. Yen (260 Mio. US$) in das Projekt zu stecken. Die privaten Investitionen dürften noch wesentlich höher liegen. Wenn das Projekt erfolgreich ist, würde die breite Einführung fortschrittlicherer Hochleistungshalbleiter die energieeffiziente grüne Technologie grundlegend verändern. Sie dürfte zu billigeren und effizienteren Elektrofahrzeugen, erneuerbarer Energieerzeugung, Computern, Telekommunikation und Rechenzentren führen und auch die Art und Weise verändern, wie Haushaltselektronik, einschließlich Klimaanlagen und Beleuchtung, Energie verbraucht.

Info

Wie Japan sich auch in der Wasserstofftechnologie zu einem Vorreiter entwickelt, lesen Sie im 40-seitigen Investmentleitfaden von Nikko AM über die Erschließung des verborgenen Wertpotenzials in Japan. Diesen können Sie – in englischer Sprache – hier herunterladen.


Gründe für eine höhere globale Allokation in Japan

Die Frage, die sich Anlegern jetzt stellt, ist folgende: Wenn Japan derzeit bedeutende Anlagemöglichkeiten bietet, wie können Investmentmanager diese am besten nutzen? Es ist nicht wirklich zu erklären, dass der Aktienmarkt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt vernachlässigt und zu wenig erforscht wird. Aber das ist zweifelsohne immer noch der Fall, vorerst. In der Vergangenheit fanden globale Anlageverwalter viele Gründe, japanische Aktien unterzugewichten. Heute gibt es jedoch eine Fülle positiver Faktoren, die dafür sprechen, diese Untergewichtung zu revidieren.

Japan – Türöffner zum asiatischen Wachstum

Japan hat aufgrund seiner geografischen Nähe tiefe kulturelle und wirtschaftliche Bindungen zu anderen Ländern im asiatisch-pazifischen Raum. Das Land befindet sich in einer einzigartigen Position – als wichtiger entwickelter Markt, der von den Wachstumstrends der Schwellenmärkte profitiert, aber nicht unbedingt den gleichen Risiken ausgesetzt ist. Beispielsweise sind andere asiatische Länder für ihren wirtschaftlichen Fortschritt auf japanische Technologie und gemeinsame Lieferketten angewiesen. In dem Maße, wie japanische Unternehmen ihre Aktivitäten in Übersee ausweiten und andere asiatisch-pazifische Länder, einschließlich China, auf japanische Technologie angewiesen sind, um ihre wirtschaftlichen Entwicklungsziele zu erreichen, sollten sich mit Asiens Wachstumsprozess auch Japans wirtschaftliche Verbindungen verstärken.

Japanische Unternehmen nutzen ihr Umfeld für Gewinnsteigerungen

Die demografischen Herausforderungen Japans sind bekannt. Die Überalterung der Bevölkerung ist jedoch nicht nur ein Problem Japans, sondern betrifft Länder auf der ganzen Welt, insbesondere im Westen. In diesem Bereich hat Japan einen deutlichen Erfahrungsvorsprung. Japanische Unternehmen in fast allen Sektoren sind darin geübt, mit dem Arbeitskräftemangel umzugehen, indem sie ihre Arbeitsmethoden anpassen und die Automatisierung erhöhen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gingen in Japan eine sinkende Zahl an Arbeitskräften mit einem Anstieg der Unternehmensgewinne einher. Abgesehen von Unterbrechungen durch globale Krisen haben japanische Unternehmen gar eine 20-jährige Hausse bei den Gewinnspannen erlebt, die auf verbesserte Unternehmensführung, modernere Technologien und globales, insbesondere asiatisches Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist. Die Dividendenausschüttungen an die Anleger sind in diesem Zeitraum erheblich gestiegen, und der Gewinn pro Aktie ist dank umfangreicher Aktienrückkäufe noch stärker gewachsen. Japan hat bewiesen, dass es in der Lage ist, seinen demografischen Herausforderungen auf innovative Weise zu begegnen, so dass die Unternehmensgewinne ihren Aufwärtstrend fortsetzen und die Aktionäre weiterhin belohnen. Andere Länder, die mit ähnlichen demografischen Problemen konfrontiert sind, sollten sich an Japan orientieren und sich von dort Anregungen holen.

Diversifizierung, das einzige „free lunch“ beim Investieren

Im Hinblick auf die Portfoliokonstruktion bieten japanische Aktien attraktive Diversifizierungsvorteile. Gegenüber anderen Aktienmärkten wiesen sie in den vergangenen 20 Jahren eine relativ geringe Korrelation auf. Während Europa am stärksten mit den USA korreliert ist (0,85), ist die Korrelation Japans mit den USA und Europa mit 0,64 bzw. 0,68 relativ gering. Trotz der engeren Handelsbeziehungen mit China und Rest-Asien beträgt die Korrelation des japanischen Aktienmarktes mit dieser Region nur 0,57. Das spiegelt ein deutlich anderes Risikoprofil wider. So gesehen profitiert Japan zwar vom asiatischen Wachstum, ist aber nicht den gleichen Marktrisiken ausgesetzt, wie z. B. den Auswirkungen des Handelskriegs zwischen den USA und China oder den jüngsten regulatorischen Eingriffen in China. Außerdem ist China seit seinem Beitritt zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 zu einem immer wichtigeren Importeur japanischer Produkte geworden. Japans Exporte nach China haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten fast vervierfacht, während die Ausfuhren in die USA im gleichen Zeitraum stagnierten und die Exporte nach Europa zurückgegangen sind.

Versteckte Wertpotenziale erschließen

Während wachstumsorientierte Anlagen seit zwei Jahrzehnten im Rampenlicht stehen, werden Value-Chancen vom breiten Markt immer noch häufig übersehen, insbesondere von denjenigen, die sich an die japanischen „Value-Fallen“ erinnern. Um dieser Wahrnehmung entgegenzuwirken, muss bei Investments im heutigen Japan zunächst sichergestellt werden, dass derlei Fallen vermieden werden. Und es muss gewährleistet sein, das echte langfristige Werte identifiziert werden. Die Kombination von „horizontalem“ und „vertikalem“ Research sollte zum Erfolg führen.

Horizontales Research – das gesammelte Wissen über Japans Unternehmen und Branchen – ist für die Identifizierung von Value-Unternehmen und die Erschließung von Wertpotenzialen unerlässlich. Der Schlüssel liegt im Kontext. Wer sowohl den Kontext kennt als auch das historische Verständnis japanischer Unternehmen mitbringt, kann ermitteln:

  • Warum das Unternehmen im breiteren Kontext zu einer niedrigen Bewertung gehandelt wird
  • Die Qualität des Managements
  • Die Solidität der Bilanz
  • Nicht-finanzielle Informationen, die der Markt noch nicht eingepreist hat, die aber auf künftige Erträge und Cashflow-Generierung Rückschlüsse zulassen

All dies und mehr kann potenzielle Impulse enthalten, die zu einem positiven Wandel führen. Um jedoch an Informationen zu gelangen, die über Geschäftsberichte, Sell-Side-Research und die lokale Berichterstattung hinausgehen, ist eine Präsenz vor Ort erforderlich. Ein vertikaler Research-Ansatz kann unschätzbare Erkenntnisse liefern, die dazu beitragen, die spezifischen Risiken einzelner Unternehmen und Sektoren in einen Kontext zu stellen. Beim vertikalen Research können Fragen gestellt werden, die nur Personen beantworten können, die das Unternehmen aus der Praxis und in Echtzeit kennen. Daher sollten Unternehmensbesuche nicht nur ein Treffen mit der Geschäftsleitung beinhalten, sondern mit Mitarbeitern aus dem gesamten Unternehmen, von Produktentwicklern bis zu Arbeitern in der Produktion.

Vertikales Research kann nicht nur dazu beitragen, das Verständnis für ein Unternehmen, einschließlich seiner Chancen und Risiken, zu vertiefen. Es kann darüber hinaus die Beziehung zur Unternehmensleitung stärken, indem es Erkenntnisse und Beobachtungen gewährt, die genutzt werden können, um das Unternehmen von innen heraus zu unterstützen, zu informieren und zu verändern.

Mehr über die Erschließung des verborgenen Wertpotenzials in Japan erfahren Sie im neuen Investmentleitfaden von Nikko Asset Management – hier in englischer Sprache herunterladen.

Überblick

In der Vergangenheit blieben Japans Aktienmärkte durch schwache Institutionen und unsichere Unternehmensführung unter ihren Möglichkeiten. Heute ist das Gegenteil der Fall. Japan hat gelernt, dass Unternehmensreformen und eine starke Unternehmensführung ein evolutionärer Prozess sind. Die Aktienmärkte werden nunmehr durch die gereiften wirtschaftlichen Grundlagen des Landes solide untermauert. Ein transparenteres, wettbewerbsfähigeres und dynamischeres Umfeld trägt zum Aufbau besserer Unternehmen bei, die sich der Maximierung des Shareholder Value verschrieben haben. Unternehmensreformen führen dazu, dass Firmen genauer unter die Lupe genommen werden, was ihre Leistung und ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Da Japan bis 2050 klimaneutral werden will, sollte die Hinwendung zu sauberer Energie und neuen Technologien als weiterer langfristiger Katalysator für den Strukturwandel dienen. Japanische Unternehmen verfügen über eine Fülle von fortschrittlichen Technologien im Bereich der Wasserstoffenergie, einschließlich solcher für Automobile und die Energieinfrastruktur. Diese Unternehmen und Sektoren werden von einer Verbesserung der globalen wirtschaftlichen Lage profitieren.

Gleichzeitig befindet sich die seit langem erwartete Trendwende bei japanischen Aktien zwar noch im Anfangsstadium, aber die Dynamik nimmt eindeutig zu. Darüber hinaus hat die Erholung bei den lange vernachlässigten Value-Titeln gerade erst begonnen; der Zyklus befindet sich am Anfang seiner Value-unterstützenden Phase. In dem Maße, wie die Nachwirkungen der Corona-Pandemie abklingen, werden sich die Anleger verstärkt auf die Suche nach werthaltigen Titeln konzentrieren. In einem solchen Markt kann ein Value-orientierter Investmentansatz äußerst effektiv sein, um stabile, langfristige Renditen zu erzielen, insbesondere im Vergleich zu einem Momentum-orientierten Ansatz. Die fortgesetzten Strukturreformen werden für japanische Unternehmen Auslöser bieten, die verstecktes Wertpotenzial freisetzen. Eine Kombination aus aktivem Engagement und gründlichem horizontalen und vertikalen Research kann dazu beitragen, Risiken zu mindern, Value-Fallen zu vermeiden und verborgene Werte zu erschließen, die anderen Investoren entgehen. Mit dem richtigen Investmentansatz zeichnet sich eine aufregende Zeit für japanische Unternehmen ab. Das große Potenzial sollten Investoren gebührend berücksichtigen.

Sie möchten mehr über die Erschließung des verborgenen Wertpotenzials in Japan erfahren? Lesen Sie den (englischsprachigen) Investmentleitfaden von Nikko Asset Management – hier.

Verweise auf einzelne Aktien dienen lediglich der Veranschaulichung und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »
Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »