Gründe, warum wir für die Zukunft einen selektiveren Ansatz erwarten

Chinas immer wichtigere Rolle als Finanzier von Entwicklungsländern ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt und hat das Umfeld für Investitionen im Bereich Staatsverschuldung (Sovereign Debt Investing) verändert.

Jüngste Erfahrungen, wie zum Beispiel in Sambia, lassen uns darauf schliessen, dass China künftig bei der Kreditvergabe ins Ausland sehr viel selektiver vorgehen und höhere Kriterien für den wirtschaftlichen und/oder strategischen geopolitischen Nutzen ansetzen wird. Eine derartige Dynamik könnte zu einem Auseinanderdriften der Performance zwischen schwächeren Schwellenländern führen, wobei eine Handvoll rohstoffreicher und strategisch wichtiger Hochzinsländer weiterhin von einem „Chinese Put“ profitieren. Chinas Kreditvergabe im Ausland wird weiterhin so unterschiedlich in Bezug auf Umfang, Art und Motivation sein, dass wir es vermeiden, die Auswirkungen auf die Schwellenländer insgesamt zu verallgemeinern. Wir werden weiterhin die wirtschaftlichen und strategischen Gründe Chinas für die Kreditvergabe auf Länderbasis bewerten. Diese Analysen bieten wertvolle Einblicke in die Nachhaltigkeit der Unterstützung durch China.

Wann hat China begonnen, Kredite im Ausland zu vergeben, und warum?

Über Chinas Eintritt in das weltweite Finanzsystem gibt es erstaunlich wenig Informationen, und diese Intransparenz bleibt bis heute ein frustrierendes Merkmal der Auslandsinvestitionen des Landes. Sicher wissen wir, dass die Volksrepublik China seit Jahrzehnten aktiv international Kredite vergibt – in den 1950er und 1960er Jahren waren die Empfänger andere kommunistische Staaten. Rückblickend war dies ein frühes Anzeichen für den starken strategischen Aspekt hinter den späteren Auslandsfinanzierungen des Landes.

Warum vergibt China Kredite?

Die wirtschaftliche Zielsetzung ist eindeutig. China wollte im Ausland investieren, um neue Absatzmärkte zu erschließen, die Internationalisierung des Renminbi (RMB) zu fördern, in der globalen Wertschöpfungskette nach oben zu klettern, ein regional ausgewogeneres Wachstum im Inland zu generieren und eine höhere Kapitalrendite zu erzielen als die niedrigen Zinsen auf US-Treasuries. Dass die Expansionsphase im Ausland mit einem hohen, von der verarbeitenden Industrie getriebenen Leistungsbilanzüberschuss zusammenfiel, ist kein Zufall.

Wie geht China bei Auslandsfinanzierungen vor?

Chinas Kreditvergabesystem nachzuverfolgen ist schwierig, denn der Prozess ist intransparent und eine systematische Berichterstattung der chinesischen Regierung gibt es nicht. Selbst die Nachverfolgung der Kreditvergabe auf der Schuldnerseite wird durch die Art der Kreditvergabe selbst verkompliziert. Nur selten werden Kredite bilateral zwischen den Regierungen ausgehandelt, meistens werden die Verträge auf Gläubiger- wie auf Empfängerseite von staatseigenen Unternehmen geschlossen.


In unserem aktuellen Artikel beschreiben wir die Entwicklung der chinesischen Kreditvergabepraxis. Wir erläutern zudem unsere Beobachtungen bezüglich der chinesischen Herangehensweise an Staatsschuldenkrisen und wie sich die Kreditvergabe Chinas an Schwellenländer unserer Meinung nach entwickeln wird. Aktuelle Fallstudien zeigen, dass China bei Staatsschuldenkrisen einen relativ freundlichen Kurs verfolgt – allerdings weist die jüngste Erfahrung in Sambia darauf hin, dass dieses Konzept auf keinen Fall pauschal angewendet wird.

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