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Kommentare & Analysen / Kommentare | 13 März 2006

Jan Altmann: Wertpapierleihe hebt verborgene Schätze

In institutionellen Portfolios schlummern unentdeckte Werte: Zusatzerträge aus Assets, die langfristig im Portfolio gehalten werden. Das Stichwort heißt Wertpapierleihe. Ähnlich wie bei der Erdölsuche, bei der alternative Quellen für das schwarze Gold angesichts der gegenwärtigen Knappheit immer rentabler werden, suchen inzwischen auch viele institutionelle Investoren in den unterschiedlichen Sedimentsschichten des Finanzmarkts nach zusätzlichen Renditequellen. Die Wertpapierleihe, bildlich gesprochen eine bessere Ausbeutung der vorhandenen Ölvorräte, scheint dagegen ein Stiefkind der Entwicklungen zu sein. Die Anbieter trommeln lieber für schicke taktische Derivatestrategien, die mehr Marge bringen. Und Institutionelle scheuen häufig die mit der Leihe verbundenenkomplexen Risiken. In diese Henne-oder-Ei-Situation gehört Bewegung, durch neue Standards, vereinfachte Prozesse und aufgeschlossene Marktteilnehmer!

Kommentare & Analysen / Kommentare | 13 März 2006

Peter Schwark: Von Amerika lernen

Obwohl die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nach den umfassenden Reformen der vergangenen Jahre stark zugenommen hat, werden nun Forderungen nach Systemveränderungen laut: So soll die automatische Entgeltumwandlung helfen, noch nicht vorsorgende Arbeitnehmer eines Betriebes in die bAV einzubeziehen. Das Altersvorsorgekonto soll vor allem kleine Betriebe für die bAV gewinnen. Beiden Reformkonzepten, die auf den ersten Blick gänzlich unterschiedliche Ansätze verfolgen, ist eines gemein: Sie kopieren Modelle aus den USA.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 18 Januar 2006

Stefan Seip: Mehr bAV-Reform für Deutschland

Selbst etablierte Vertreter der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland lassen gelegentlich eine ausgeprägte Reformmüdigkeit erkennen. „Warum sollte man das bekannte System verändern, in dem man es sich bequem eingerichtet hat?“, so lautet dann der Tenor solcher Äußerungen – so wie sie zuletzt auch in an dieser Stelle in dpn zu lesen waren. Diese Haltung erscheint angesichts der im internationalen Vergleich nach wie vor unzureichenden Verbreitung betrieblicher Alterssicherung unangemessen und allzu selbstgefällig. Und sie wird den Herausforderungen unseres Landes in keiner Weise gerecht: Die gesetzliche Rente bietet in Zukunft nicht mehr als eine Grundsicherung, die sich bedenklich nahe dem Sozialhilfeniveau nähert.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 02 November 2005

Klaus Stiefermann: Das Altersvorsorgekonto – ein Wolf im Schafspelz?

In der öffentlichen Diskussion in Deutschland heißt es „AltersvorsorgeKonto“, in Brüssel ist es der „EPPA“ (European Personal Pension Account). Zwei Begriffe, ein Ziel: Zusammenführung von 2. und 3. Säule der Altersversorgung verbunden mit der reinen Beitragszusage bei gleichzeitiger völliger Individualisierung der Altersvorsorge. Oder anders ausgedrückt: Das Ende der betrieblichen Altersversorgung soll eingeläutet werden. Nichts anderes ist gemeint wenn man davon spricht „dass privates mit betrieblichem Altersvorsorgesparen erst-mals kombiniert werden kann“. Schon die Wortwahl entlarvt: Altersversorgung soll auf bloßes Sparen reduziert werden.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 06 September 2005

Dr. Peter König: Pensionsfonds im Dschungel der Paragraphen

Ein Schwerpunkt der EU-Gesetzgebung der letzten Jahre ist die Liberalisierung und Öffnung der Binnengrenzen in den Bereichen Kapitalmarkt und Dienstleistungen. Auch bei der EU-Direktive 2003/41, der so genannten EU-Pensionsfonds-Direktive, geht es um eine solche Öffnung: Es soll ein Binnenmarkt für Teilfunktionen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) geschaffen werden. Bei Einhaltung bestimmter Mindeststandards sollen externe bAV-Trägervehikel einen „EU-Pass“ als Pensionsfonds erhalten können, mit dem sie grenzüberschreitend tätig werden können. Die EU erwartet sich daraus eine Steigerung der Effizienz und mehr Wettbewerb auf der Produktionsseite der bAV.

Klaus Stiefermann: Brüssels neues trojanisches Pferd

Die nationale Umsetzung der Pensionsfondsrichtlinie befindet sich in der Endphase, die (angeblich) unspektakuläre Zusammenführung diverser Gleichbehandlungsrichtlinien gilt es, weiter kritisch zu begleiten, und schon zeichnet sich am Horizont der EU-Gesetzgebung ein „neuer Stern” namens „Portabilitätsrichtlinie” ab. Frei nach dem Motto „mobile Betriebsrenten für mobile Arbeitnehmer” soll sichergestellt werden, dass mit jedem Arbeitsplatzwechsel auch die Betriebsrente oder das unterlegte Kapital mit wechselt. „So weit, so gut”, ist der deutsche Betrachter geneigt zu denken.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 01 März 2005

IAS19/FAS87: Kassensturz

Eine Investitionsentscheidung wird im Idealfall gut geplant und sorgfältig abgewogen. Verschiedene Szenarien werden bewertet, um langfristige Chancen und Risiken zu erkennen. Kosten und Nutzen müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Hat nun der sorgfältige Kaufmann eine Investition auf solider Basis getätigt, kann diese durch einen sofort erforderlich werdenden Verkauf bei schlechter Marktlage zu herben Verlusten führen.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 02 November 2004

Kommentar zu den vom 65. Deutschen Juristentag verabschiedeten Beschlüssen zur Altersvorsorge

Auf ergänzende Altersvorsorge kann kein Arbeitnehmer verzichten, der auch im Alter seinen Lebensstandard halten will. Das in Zukunft deutlich sinkende Leistungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung erfordert künftig noch mehr als heute schon zusätzliche private und betriebliche Vorsorge.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 01 September 2004

Die neue Anlageverordnung: eine positive Bewertung

Die Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen (Anlageverordnung), die seit dem 1. Januar 2002 gilt, musste aufgrund der Änderung des Investmentrechts angepasst werden. Mit dem Inkrafttreten des Investmentmodernisierungsgesetzes am 1. Januar 2004, dessen Ziel die Fortentwicklung und Steigerung von Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Investmentstandortes Deutschland ist, erfolgte auch die erstmalige Zulassung von „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“ (Hedgefonds) in Deutschland.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 16 August 2004

Kommentar – Georg Schuh

Die Aktienmarktschwäche im Juli und der saisonale Attentismus sollten keinen Anlass geben, die ohnehin schon geringen Aktienquoten bei institutionellen Anlegern noch weiter zu reduzieren. Das erste Halbjahr 2004 war gut für Kapitalmarktinvestoren in der Eurozone. Kapitalmarkterträge waren positiv, wobei Aktien (MSCI EMU +5,7%) Renten (Citigroup EGBI +2,0%) outperformten. Der begonnene Zinserhöhungszyklus in den USA stellt zweifellos eine zyklische Belastung für die Dividendenpapiere dar.

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