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Kommentare & Analysen / Kommentare | 04 September 2007

Klaus Morgenstern: Pensionsfonds: aus den Kinderschuhen

Manchmal braucht gut Ding wirklich Weile. Das beste Beispiel dafür lieferte der fünfte Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Die Pensionsfonds kamen erst aus den Kinderschuhen, nachdem der Schuster noch einmal Hand angelegt hatte. Diese Schlussfolgerung lässt der Deutsche Pensionsfonds Survey zu, den die Unternehmensberatung Towers Perrin jüngst vorgelegt hat.

Alexander Schindler: Klarheit und Wahrheit

Investoren und Asset Manager sind auf dem Weg der Professionalisierung ein gutes Stück vorangekommen. Das Tempo des Fortschritts könnte viele Marktteilnehmer jedoch überfordern und zu einem Rückschlag führen, wenn es nicht gelingt, das Neue verständlich zu machen und vor allem in bedarfsgerechte Konzepte zu übertragen. Transparenz heißt das Gebot der Stunde. Dies gilt auch für einen der neuesten Trends: Portable Alpha.

Klaus Morgenstern: Puffer für den späteren Gang aufs Altenteil

Spätestens seitdem die Rente mit 67 beschlossene Sache ist, müssen sich auch die Unternehmen und ihre Partner in der betrieblichen Altersversorgung mit diesem Thema befassen, auch wenn noch ein paar Jahre bleiben, bis die ersten Jahrgänge länger ihrem Job nachgehen. Zwar steht längst der Stufenplan fest, mit dem sich der Gang aufs Altenteil für den einzelnen Arbeitnehmer verschiebt, aber es kann durchaus noch eine Reihe von Risiken und Nebenwirkungen geben. Bei der Regelungswut des Gesetzgebers lässt sich zum Beispiel nicht völlig ausschließen, dass er auch noch die Altersgrenzen für die betriebliche Altersversorgung an die neuen Spielregeln bei den gesetzlichen Renten anpasst. Das wäre ein völlig falsches Signal. Die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) hat daher schon mal vorsorglich den Zeigefinger erhoben und den Gesetzgeber zur Besonnenheit aufgerufen.

Pascal Bazzazi: Quälendes Warten auf den Erkenntnisgewinn

Der kurzsichtige Versuch der Politik, die sozialen Sicherungssysteme auf Kosten der bAV zu sanieren, wird scheitern. Offen ist nur, ob und wann auch der Gesetzgeber endgültig zu dieser Erkenntnis gelangen wird. Solange die strukturellen Defizite vor allem unseres Gesundheitswesens nicht korrigiert sind, wird eine Verbesserung der Einnahmeseite immer nur kurzfristige Entlastung bringen und die Probleme mit wachsender Dimension in die Zukunft verlagern. Nach dem Schlag durch das GKV-Modernisierungsgesetz 2004 wäre das Ende der Entgeltumwandlung dann ein weiterer Kollateralschaden, den die bAV für die Versäumnisse im Gesundheitswesen zu tragen hat.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 01 März 2007

Bernhard Wiesner: Investivlohn in global investierende Pensionsfonds!

So respektabel der Anstoß von Bundespräsident Köhler zum Investivlohn war, so merkwürdig muten die Konzepte an, die in der jüngsten öffentlichen Diskussion zu hören sind. Unpraktikable Ansätze, die auch noch staatlich gefördert werden sollen; komplexe Modellansätze, fehlende Portabilität und ungeklärte Insolvenzsicherung sind nur einige Problemfelder. Auch die Bundesbank lehnt zu Recht solche Konzepte ab und regt demgegenüber Lohnzahlungen als „Erfolgsbeteiligungen“ bei guter Geschäftslage an.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 08 Januar 2007

Klaus Morgenstern: Zeitkonten ab ins Pflichtprogramm

Lebensarbeitszeitkonten erfreuen sich vor allem deshalb großer Beliebtheit, weil sie wenig regulatorische Fesseln tragen. Das sollte auch so bleiben, mit einer Ausnahme: Es ist an der Zeit, dass dem Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung nun auch der Rechtsanspruch auf die Einrichtung von Arbeitszeitkonten folgt. Angesichts einer solchen Aufforderung wittern viele wieder den Geruch gesetzgeberischer Gängelei. Aber wenn sie sich zuvor in jenen Unternehmen umhören, die bereits aus eigenem Antrieb Zeitkontenmodelle installierten, gehen sie vielleicht nicht sofort in Abwehrhaltung.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 14 November 2006

Klaus Rotter: Sammelklagen: mehr Systematik, bitte!

Was macht eine Depotbank? Unter anderem „schnippelt“ sie Dividenden. Zugegeben, heute findet das nicht mehr per Hand mit der Schere statt. Heute läuft alles elektronisch. Um so mehr verlässt sich der Anleger darauf, dass die Depotbank alles im Griff hat und sämtliche ausgeschütteten Dividenden für ihn auch einsammelt. Bei der ordentlichen Dividende kann der Anleger das relativ einfach überprüfen. Der Termin dieser Ausschüttung ist allen Beteiligten lange vorher bekannt. Über die Höhe entscheidet die Hauptversammlung. So weit, so gut.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 01 Oktober 2006

Ralf Lochmüller: Mehr Regulierung ist nicht gleich mehr

Hedgefonds in Deutschland, das ist vor allem eine Geschichte der kleinen Schritte. Die Protagonisten: (zu) hohe Erwartungen, zeitweilige Ernüchterung, zurückhaltende Investoren, eine unglückliche Heu­schrecken-Diskussion und eine regulierungsfreudige Aufsicht. ­Bislang konnten weder die Anzahl der Fonds (45) noch das Mittelaufkommen (rund 2,5 Milliarden Euro) die Hoffnungen der Branche ­erfüllen. Mit Lion ­Advisors und Merck Finck gaben in Deutschland bereits die ersten Hedge­fonds auf, wenn auch nicht aus Performancegründen. Fakt ist: Die Investoren halten sich immer noch zurück. Ganz anders die Szenerie im Ausland: Mit gut 1,2 Billionen Dollar entfallen inzwischen fünf Prozent aller in den USA verwalteten Assets auf Hedgefonds. Und im Aktiengeschäft gehen Schätzungen zufolge rund ein Drittel aller Orders auf das Konto der „Alleskönner” unter den Fonds. Noch Anfang der 90er Jahre steckten nicht einmal 50 Millionen US-Dollar in diesen Fonds. Angesichts dieses rasanten Wachstums zeigen sich vielerorts Aufsicht und Politik alarmiert.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 03 August 2006

Klaus Morgenstern: Besinnung auf alte Werte

Als er 2002 den Anspruch auf Entgeltumwandlung einführte, wollte der Gesetzgeber vor allem eines: Die betriebliche Altersversorgung (bAV) wieder auf Trab bringen. Reiften auch nicht sämtliche Blütenträume, so wehte in den Betriebsrentensystemen doch ein frischer Wind. Aber wie so oft schlug das Pendel nun sehr weit zur anderen Seite aus. Die Konsequenz: Wer heute von bAV spricht, meint meist die Entgeltumwandlung. Arbeitgeberfinanzierte Rentenzusagen stehen dagegen im Hintergrund. Zeit, das zu ändern – solche Stimmen hört man immer häufiger. Doch werden sie in der Wirtschaft Gehör finden?

Detlef Pohl: Mehr Pflege für ein zartes Pflänzchen!

Die Zeichen stehen bei allen Sozialbaustellen auf Sturm. Die leeren Kassen gefährden die nachhaltige Finanzierung von Rente, Gesundheit und Pflege. Doch Politiker aller Parteien versuchen noch immer zu retten, was nicht zu retten ist. Sie schrecken dabei auch vor Entscheidungen nicht zurück, die ordnungspolitisch falsch, verfassungsrechtlich bedenklich und schlicht unlogisch sind. Den Schaden haben vor allem die Bürger, die eigentlich nur einen Ausweg aus der Misere hätten – nämlich selber mehr vorzusorgen.

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