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Kommentare & Analysen / Hintergrund | 03 August 2006

„Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein

Die Sprache der Fondsindustrie ist reich an Moden und Marotten – und arm an Definitionen. Die Folge: Kunden verstehen uns kaum noch, von den potenziellen Kunden – den Laien – ganz zu schweigen. Selbstredend, dass man sich in der Branche auch kaum noch versteht. Die Folge: Scheinkonflikte und Vertrauensverlust bei den Kunden. Gastbeitrag von Baki Irmak

Brief aus Berlin

Die Volksparteien CDU und SPD arbeiten an neuen Grundsatzprogrammen, mit denen sie sich auf die Entwicklung des 21. Jahrhunderts einstellen wollen. Bei dem Bemühen, sich gegenseitig abzugrenzen, machen sie die Erfahrung, dass grundsätzliche Überlegungen und Aussagen im Widerspruch stehen können zu dem, was als Kompromiss im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.

Deutschlands wundersame Wiederauferstehung

Die Wiedervereinigung und die Euro-Einführung waren schwere Schocks für die deutsche Wirtschaft. Sie sind ausgestanden. Das Land ist runderneuert und wettbewerbsfähig. Ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent und mehr ist keine Utopie mehr – nicht nur für ein Jahr. Und das, obwohl niemand Strukturreformen eingeleitet hat.

Brief aus Berlin

Selbst erfahrene Sozialpolitiker wissen selten um die Feinheiten der betrieblichen Altersversorgung. Das zeigte sich Anfang Februar, als der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales die von der EU-Kommission vorgelegte Portabilitätsrichtlinie beraten wollte. Das Thema wurde vertagt. „Da haben wir noch Informationsbedarf“, sagte ein Abgeordneter.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 18 Januar 2006

Brief aus Berlin

Im Kern bestehe großes Einvernehmen, versichern die Spitzenpolitiker von Union und Sozialdemokraten immer wieder. Aber eben nur im Kern! Hinter den Kulissen wird immer noch hart um Einfluss und Macht gerungen. Die Vertreter von Schwarz und Rot sind bemüht, beim Abstecken ihres Terrains nach Möglichkeit noch Boden gutzumachen. Und jedes Kabinettsmitglied bringt sein Haus auf Linie, um für die bevorstehenden Konflikte, beispielsweise beim Streit ums Geld, gewappnet zu sein. Spitzenbeamte in Schlüsselpositionen, die nicht das passende Parteibuch haben, werden versetzt oder in den Ruhestand geschickt.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 02 November 2005

Brief aus Berlin

Seit Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Mai verkündete, er strebe Neuwahlen an, ist in der deutschen Politik nichts mehr so, wie es früher war. Turbulenzen hat es immer mal gegeben, doch nie haben sie so viele Monate angehalten. Zwar verhandeln Union und Sozialdemokraten weiter über die Große Koalition, aber das Fundament ist brüchig geworden. Der SPD ist ihr Vorsitzender abhanden gekommen. Franz Müntefering hat aufgegeben, weil er nicht verhindern konnte, dass die auf ihre Karriere bedachte Parteilinke Andrea Nahles in einer Kampfabstimmung ihre Nominierung zur Generalsekretärin durchsetzte.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 06 September 2005

Brief aus Berlin

Seit Jahrzehnten befragen Meinungsforscher deutsche Wähler, doch nie bot sich ihnen ein so diffuses Bild wie in diesen Wochen. Noch kann sich keine Partei ihres Sieges am 18. September sicher sein. Denn knapp drei Wochen vor der Abstimmung hat sich erst jeder zweite Wähler festgelegt. Vor allem die Ostdeutschen geben den Demoskopen Rätsel auf. In den neuen Bundesländern ist die Parteienbindung lockerer als im Westen, und die Wähler sind ausgesprochen sprunghaft. So liegt östlich der Elbe mal die CDU vorn, mal die SPD, dann die neue Linkspartei, also die alte PDS. Die behauptet, das Patentrezept für das Wohlergehen aller Deutschen zu haben. Sie verspricht den Unzufriedenen viel, kann das auch, denn sie muss diese Versprechen nicht einlösen.

Brief aus Berlin

Der Union scheint der Wahlsieg am 18. September so gut wie sicher; sie könnte sogar die absolute Mehrheit erreichen. Der Regierungswechsel scheint zum Selbstläufer zu werden. Doch so einfach ist es nicht.

Brief aus Berlin

Weiterhin mehr als fünf Millionen Arbeitslose und keine Aussicht, dass es bald weniger werden. Der Wirtschaftsaufschwung bleibt aus. Außenminister Joschka Fischer in Erklärungsnot wegen der Visa-Affäre – und im Mai Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, wo nach neuesten Umfragen Schwarz-Gelb deutlich vor Rot-Grün liegt. Verlieren Sozialdemokraten und Grüne die Wahl im größten Bundesland, steht es schlecht um die Koalition im Bund.

Brief aus Berlin: März 2005

Sie sind deutsche Staatsbürger und in Schleswig-Holstein zu Hause. Aber sie fühlen sich als Dänen, weil einer ihrer Vorfahren einst – vor drei, vier oder fünf Generationen – aus dem nördlicherem Königreich zugezogen ist. Außerhalb Schleswig-Holsteins war diese dänische Minderheit bis zur Landtagswahl am 20. Februar dieses Jahres weitgehend unbekannt. Als kurz nach Mitternacht das vorläufige amtliche Endergebnis feststand, mussten auch Bundespolitiker die dänischen Deutschen nicht nur zur Kenntnis, sondern ernst nehmen. Ihre Partei, der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), machte den Wahlgewinner CDU zum Verlierer und die SPD, die das schlechteste Ergebnis seit 47 Jahren erzielt hat, zum Gewinner. Denn die rot-grüne Koalition unter Ministerpräsidentin Heide Simonis wird, obwohl ihr eine Stimme zur Mehrheit fehlt, auch künftig in Kiel regieren, geduldet vom SSW. Der fordert die Einheitsschule nach dänischem Vorbild und hofft, dieses Ziel mit Hilfe von Rot-Grün auch zu erreichen.

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