Ein Service der Financial Times Limited

Home / Kommentare & Analysen / Hintergrund

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 10 September 2009

Brief aus Berlin

Bis zum späten Nachmittag des 30. August schien die Welt in den Parteizentralen und im Regierungsviertel in Berlin in Ordnung zu sein. Als die Wahlforscher jedoch um 18.00 Uhr ihre Prognosen veröffentlichten, wurde klar, dass sich die politische Landschaft deutlich verändert hatte: Verluste der CDU; trotzdem eine weiterhin schwache SPD, die dennoch behauptet, Rückenwind zu verspüren; die Grünen im Plus, in zwei Ländern sogar in der Rolle des Königsmachers, und DIE LINKE, die derzeit vor Kraft strotzt. Ein Rückschlag für Schwarz-Gelb, obwohl die FDP überall zugelegt hat, aber kaum davon profitiert.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 10 September 2009

Der neue Robert Merton

Über Hedgefonds muss er einfach sprechen: MIT-Professor Andrew Lo befördert sie von der Nischen-Anlageklasse zur zentralen Gegenpartei für Risikogeber. Die wahren Systemrisiken macht er im Schatten-Hedgefonds-Sytem aus – bei Banken, Versicherern und Geldmarktfonds. Fragen: Maik Rodewald und Murat Ünal
Antworten: Andrew W. Lo, Harris & Harris Group Professor of Finance, MIT Sloan School of Management, Cambridge, USA

Brief aus Berlin

Bei der Europawahl hat die SPD ein Wahldebakel erlebt. Mit 20,8 Prozent hat sie noch schlechter abgeschlossen als vor fünf Jahren. „Wir alle miteinander haben es nicht geschafft, den Menschen hinreichend deutlich zu machen, wie wichtig Europa ist“, sagte SPD-Chef Franz Müntefering und erklärte damit die Wahlbeteiligung von nur 43,3 Prozent, die niedrigste seit 1979. Einen überzeugenden Grund, warum seine Partei bei einer bundesweiten Wahl so schlecht abgeschnitten hat wie noch nie, nannte er nicht.

Brief aus Berlin

Das G-20-Treffen in London, die NATO-Jubelrunde in Baden-Baden und Straßburg und die Querelen des Bündnisses mit der Türkei, der transatlantische Gipfel in Prag, Obamas Wunsch nach einer Welt ohne Atomwaffen, die überraschende Reise der Bundeskanzlerin nach Afghanistan – einige Tage lang haben internationale, sicherheits- und militärpolitische Fragen die innenpolitische Diskussion über die Finanz- und Wirtschaftskrise verdrängt. Doch diese bestimmt noch immer und sicher auch in den nächsten Monaten die Politik der Großen Koalition.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 25 Februar 2009

Brief aus Berlin

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 22 Dezember 2008

Brief aus Berlin

Kaum ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist mit so viel Spannung erwartet worden, wie das zur Pendlerpauschale vom 9. Dezember 2008. Allgemein wird es als eine Ohrfeige für Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gewertet, obwohl beide Koalitionsfraktionen und die Länder die jetzt für unwirksam erklärte Kürzung der Pendlerpauschale einvernehmlich beschlossen – und zu verantworten haben. Dass Steinbrück als der Buhmann gilt, ist vor allem seinem Auftreten in der Anhörung in Karlsruhe im September geschuldet, in der er sich als Herr aller Steuergesetze gab. Er könne aus dem Grundgesetz kein „Grundrecht auf Entfernungspauschale“ herauslesen, sagte er und erklärte, die Reformfähigkeit des Staates stehe und falle damit, ob der Fiskus die Pendlerpauschale abschaffen und das Werkstorprinzip einführen dürfe oder nicht, außerdem brauche der Staat das Geld.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 22 Dezember 2008

Nichts gegen Derivate!

In Deutschland, dem Land der Sicherheitsnetze, muss sich Robert Cox Merton fehl am Platze vorkommen: Der Nobelpreisträger will von Sicherheit nichts wissen, nur davon, ob es den Menschen besser geht als vorher. Warum das in der Krise die richtige Einstellung ist, diskutiert er exklusiv mit dpn-Chefredakteur Maik Rodewald. Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Robert Cox Merton, John and Natty McArthur University Professor, Harvard Business School

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 14 November 2008

Brief aus Berlin

Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik haben die parlamentarischen Gremien ein 500-Milliarden-Euro-Hilfspaket wie das Gesetz zur Stabilisierung des Finanzmarktes beschlossen, und das innerhalb weniger Tage. In welchem Umfang es von Kreditinstituten in Anspruch genommen wird und ob es wirklich dazu beiträgt, das geschwundene Vertrauen der Banken untereinander wieder herzustellen, muss sich zeigen.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 13 November 2008

Shari’a Investments: sicher in der Warteschleife

Shari’a-konforme Anlagen sind in Deutschland noch ziemlich neu und für den Normalanleger – den privaten wie den institutionellen – wenig transparent. Bevor die Welle nach Deutschland schwappen kann, wird sich die Islamic-Finance-Branche noch einmal neu (er)finden müssen.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 13 November 2008

„L’index, c’est un animal dangereux“

Quants und Comgest, das passt zusammen wie Merkel und Lafontaine: Beide beackern dasselbe Feld, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Für den Franzosen Jean-François Canton sind quantitative Asset Manager als Babys des Bullenmarktes nur Modeerscheinungen mit endlicher Lebensdauer. Fragen: Maik Rodewald
Antworten: Jean-François Canton, Gründer und Teilhaber Comgest S.A., Paris

Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Einstellungen fortfahren, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind, alle Cookies auf der Website zu erhalten. Wenn Sie möchten, können Sie jedoch jederzeit Ihre Cookie-Einstellungen ändern. Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie hier.