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Kommentare & Analysen / Editorials | 22 Dezember 2008

Besser bescheiden!

Ganz schön mau, die Ausbeute. Unser Wunschzettel, den wir vor einem Jahr an dieser Stelle abdruckten, hat ihn kaum beeindruckt, den Weihnachtsmann. Gerade einmal über eine Sache können wir uns freuen: Ein Demokrat wird ins Oval Office einziehen. Das war’s. Pustekuchen, unser Wunsch nach einer Finanzaufsicht, die auf der Höhe des Geschehens ist und die Herden in Zaum hält. Ebenso illusorisch unsere Bitte, die Subprime-Krise dürfe sich nicht als riesiges schwarzes Loch entpuppen, das hunderte Milliarden Dollar Bankenkapital absorbieren wird und die Grundfesten der Weltwirtschaft erschüttert. Stattdessen stecken wir gemeinsam mit dem ultraerfolglosen, längst nicht mehr tragbaren Trio Sanio-Steinbrück-Weber in der Kreditklemme und schauen bedröppelt zu, wie sich die USA ins Gewand des Null- und Negativzinses hüllen. Summa summarum wird das Jahr 2009 also ein total bescheidenes und damit automatisch eines der totalen Bescheidenheit. Danke, Santa. Großartig.

Kommentare & Analysen / Editorials | 14 November 2008

Jenseits der Hobbyökonomie

Frage: Was ist der Unterschied zwischen den wenigen großen Ökonomen unserer Zeit und den vielen Hobbyökonomen, die gerade Hochkunjunktur haben? Antwort: Erstere wissen, dass sie nichts wissen. Deshalb überrascht sie wenig, und sie können in der Krise lachen. Letztere wiederum geben vor zu wissen (und ideologisch stark gefärbt), was jetzt in der Finanzkrise zu tun und wer schuld ist.

Kommentare & Analysen / Editorials | 01 September 2008

Schweigt besser, Anlage-Spießer!

Hier steht sonst immer eine Glosse. Dieses Mal erscheint aber eine Anekdote – schließlich müssen auch Journalisten ihren Ärger irgendwie verarbeiten, und das geht am besten während der Arbeit. Also: „Ich diskutiere weder über Religion, Politik, Sex noch über mein Portfolio.“

Wenn der Coiffeur zweimal klingelt

Frank Schirrmacher ist ein umstrittener Mann. Aber der FAZ-Herausgeber kann auf eine große Leistung verweisen: Er hat als Erster wirksam thematisiert, wie uns das Altern unerbittlich zum Umdenken zwingen wird. Die ersten Unternehmen reagieren bereits, und der Begriff Demografiemanagement wird populär.

We live in VOODOO TIMES

„Finance und Portfolio Management sind auf dem Stand der Medizin vor dreihundert Jahren – mit Quacksalber und Voodoo.” Zugegeben, ein wenig schmeichelhaftes, fast radikales Zitat.

Kommentare & Analysen / Editorials | 11 März 2008

Apocalypto now?

Zumwinkel hat als Wolf im Schafspelz lange Jahre in der Beletage der deutschen Wirtschaft gut getarnt gewirkt. Jetzt ist er enttarnt und der Schafspelz frei für einen, der ihn schon bald dringend braucht: Peer Steinbrück. Er muss sich besser tarnen und warm anziehen. Nur so wird er die Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl überleben.

Kommentare & Analysen / Editorials | 07 November 2007

Mein lieber Hedgefonds!

Unser Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat das Prinzip einfach verstanden. Und das geht so: Häufen sich die negativen Schlagzeilen über Hedgefonds, springt er in die Bresche und warnt davor, sie nicht zu verteufeln.

Kommentare & Analysen / Editorials | 04 September 2007

Zu viel Feilschen treibt den Preis

Weshalb ist die deutsche Assekuranz so fleißig, viel fleißiger als ihre Pendants in Europa, wenn es um die Teilnahme an den Solvency II-Tests geht? Immerhin verweist der GDV genau darauf auch anlässlich der Ergebnisse des jüngsten Tests, der mittlerweile dritten quantitativen Auswirkungsstudie zu Solvency II (auch „QIS3“ genannt).

Von (k)einer Renaissance zur nächsten

Nein, der Spezialfonds feiert keine Renaissance. Selbst wenn man über das schiefe Bild hinwegsieht, fehlt es ihm dafür an zweierlei: seinem Tod und seinem Manierismus. Das erste Merkmal muss nicht erläutert werden – oder wollte jemand ernsthaft behaupten, der Spezialfonds sei jemals tot gewesen? Nichts da. Ob mit Immobilien oder mit Wertpapieren bestückt – es gibt ihn schon lange und es wird ihn noch lange geben.

Griechen für Deutschland!

Verneigen wir uns vor ihnen, artig und unkritisch: Was haben wir den Griechen nicht alles zu verdanken? Die erste Hochkultur in Europa – Homers Ilias und Odyssee, Sokrates, Platon und Aristoteles, Demokratie und Geometrie.

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