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Kommentare & Analysen / Kommentare | 18 Januar 2006

Stefan Seip: Mehr bAV-Reform für Deutschland

Selbst etablierte Vertreter der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland lassen gelegentlich eine ausgeprägte Reformmüdigkeit erkennen. „Warum sollte man das bekannte System verändern, in dem man es sich bequem eingerichtet hat?“, so lautet dann der Tenor solcher Äußerungen – so wie sie zuletzt auch in an dieser Stelle in dpn zu lesen waren. Diese Haltung erscheint angesichts der im internationalen Vergleich nach wie vor unzureichenden Verbreitung betrieblicher Alterssicherung unangemessen und allzu selbstgefällig. Und sie wird den Herausforderungen unseres Landes in keiner Weise gerecht: Die gesetzliche Rente bietet in Zukunft nicht mehr als eine Grundsicherung, die sich bedenklich nahe dem Sozialhilfeniveau nähert.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 18 Januar 2006

Brief aus Berlin

Im Kern bestehe großes Einvernehmen, versichern die Spitzenpolitiker von Union und Sozialdemokraten immer wieder. Aber eben nur im Kern! Hinter den Kulissen wird immer noch hart um Einfluss und Macht gerungen. Die Vertreter von Schwarz und Rot sind bemüht, beim Abstecken ihres Terrains nach Möglichkeit noch Boden gutzumachen. Und jedes Kabinettsmitglied bringt sein Haus auf Linie, um für die bevorstehenden Konflikte, beispielsweise beim Streit ums Geld, gewappnet zu sein. Spitzenbeamte in Schlüsselpositionen, die nicht das passende Parteibuch haben, werden versetzt oder in den Ruhestand geschickt.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 02 November 2005

Klaus Stiefermann: Das Altersvorsorgekonto – ein Wolf im Schafspelz?

In der öffentlichen Diskussion in Deutschland heißt es „AltersvorsorgeKonto“, in Brüssel ist es der „EPPA“ (European Personal Pension Account). Zwei Begriffe, ein Ziel: Zusammenführung von 2. und 3. Säule der Altersversorgung verbunden mit der reinen Beitragszusage bei gleichzeitiger völliger Individualisierung der Altersvorsorge. Oder anders ausgedrückt: Das Ende der betrieblichen Altersversorgung soll eingeläutet werden. Nichts anderes ist gemeint wenn man davon spricht „dass privates mit betrieblichem Altersvorsorgesparen erst-mals kombiniert werden kann“. Schon die Wortwahl entlarvt: Altersversorgung soll auf bloßes Sparen reduziert werden.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 02 November 2005

Brief aus Berlin

Seit Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Mai verkündete, er strebe Neuwahlen an, ist in der deutschen Politik nichts mehr so, wie es früher war. Turbulenzen hat es immer mal gegeben, doch nie haben sie so viele Monate angehalten. Zwar verhandeln Union und Sozialdemokraten weiter über die Große Koalition, aber das Fundament ist brüchig geworden. Der SPD ist ihr Vorsitzender abhanden gekommen. Franz Müntefering hat aufgegeben, weil er nicht verhindern konnte, dass die auf ihre Karriere bedachte Parteilinke Andrea Nahles in einer Kampfabstimmung ihre Nominierung zur Generalsekretärin durchsetzte.

Geht in Japan endlich die Sonne auf?

Japanische Aktien, die ein ganzes Jahrzehnt lang einem Totalausfall gleichkamen und sich noch im zweiten Quartal dieses Jahres träge zeigten, ziehen jetzt endlich wieder das Interesse institutioneller Anleger auf sich. Angesichts dessen, dass der Nikkei 225 dieses Jahr zwischen Mai und Oktober mehr als 20% zugelegt hat, ist auch leicht zu erkennen, woran das liegt. Wie Chris Newlands berichtet, könnte der Schlüssel zur nachhaltigen Markterholung bei den einheimischen Anlegern liegen.Und es ist bei weitem nicht so klar zu erkennen, ob diese wohl in großer Zahl auf die Aktienmärkte zurückkehren werden.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 06 September 2005

Dr. Peter König: Pensionsfonds im Dschungel der Paragraphen

Ein Schwerpunkt der EU-Gesetzgebung der letzten Jahre ist die Liberalisierung und Öffnung der Binnengrenzen in den Bereichen Kapitalmarkt und Dienstleistungen. Auch bei der EU-Direktive 2003/41, der so genannten EU-Pensionsfonds-Direktive, geht es um eine solche Öffnung: Es soll ein Binnenmarkt für Teilfunktionen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) geschaffen werden. Bei Einhaltung bestimmter Mindeststandards sollen externe bAV-Trägervehikel einen „EU-Pass“ als Pensionsfonds erhalten können, mit dem sie grenzüberschreitend tätig werden können. Die EU erwartet sich daraus eine Steigerung der Effizienz und mehr Wettbewerb auf der Produktionsseite der bAV.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 06 September 2005

Brief aus Berlin

Seit Jahrzehnten befragen Meinungsforscher deutsche Wähler, doch nie bot sich ihnen ein so diffuses Bild wie in diesen Wochen. Noch kann sich keine Partei ihres Sieges am 18. September sicher sein. Denn knapp drei Wochen vor der Abstimmung hat sich erst jeder zweite Wähler festgelegt. Vor allem die Ostdeutschen geben den Demoskopen Rätsel auf. In den neuen Bundesländern ist die Parteienbindung lockerer als im Westen, und die Wähler sind ausgesprochen sprunghaft. So liegt östlich der Elbe mal die CDU vorn, mal die SPD, dann die neue Linkspartei, also die alte PDS. Die behauptet, das Patentrezept für das Wohlergehen aller Deutschen zu haben. Sie verspricht den Unzufriedenen viel, kann das auch, denn sie muss diese Versprechen nicht einlösen.

Kommentare & Analysen / Country Profiles | 06 September 2005

Italien: Bessere Aussichten für Rentensparquoten?

Nach vielen Enttäuschungen in der Vergangenheit könnte die Pensionsindustrie in Italien endlich vor einem Boom stehen. Brendan Maton und Carola von Schenk recherchierten.

Brief aus Berlin

Der Union scheint der Wahlsieg am 18. September so gut wie sicher; sie könnte sogar die absolute Mehrheit erreichen. Der Regierungswechsel scheint zum Selbstläufer zu werden. Doch so einfach ist es nicht.

Die betriebliche Altersversorgung ist im Entstehen, doch das Pensionsfondsgeschäft zieht nur sehr langsam an

Russland: Russen haben bisher nur wenig Fortschritt bei der eigenverantwortlichen Altersvorsorge gemacht. Und das trotz Reformen und einem Rückgang in der staatlichen Rentenversorgung, schreibt Hugo Greenhalgh.

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