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Detlef Pohl: Mehr Pflege für ein zartes Pflänzchen!

Die Zeichen stehen bei allen Sozialbaustellen auf Sturm. Die leeren Kassen gefährden die nachhaltige Finanzierung von Rente, Gesundheit und Pflege. Doch Politiker aller Parteien versuchen noch immer zu retten, was nicht zu retten ist. Sie schrecken dabei auch vor Entscheidungen nicht zurück, die ordnungspolitisch falsch, verfassungsrechtlich bedenklich und schlicht unlogisch sind. Den Schaden haben vor allem die Bürger, die eigentlich nur einen Ausweg aus der Misere hätten – nämlich selber mehr vorzusorgen.

Brief aus Berlin

Die Volksparteien CDU und SPD arbeiten an neuen Grundsatzprogrammen, mit denen sie sich auf die Entwicklung des 21. Jahrhunderts einstellen wollen. Bei dem Bemühen, sich gegenseitig abzugrenzen, machen sie die Erfahrung, dass grundsätzliche Überlegungen und Aussagen im Widerspruch stehen können zu dem, was als Kompromiss im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.

Deutschlands wundersame Wiederauferstehung

Die Wiedervereinigung und die Euro-Einführung waren schwere Schocks für die deutsche Wirtschaft. Sie sind ausgestanden. Das Land ist runderneuert und wettbewerbsfähig. Ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent und mehr ist keine Utopie mehr – nicht nur für ein Jahr. Und das, obwohl niemand Strukturreformen eingeleitet hat.

Die Master-KAG steht in voller Blüte

Einen deutschen Sonderweg, den ausländische Marktteilnehmer feiern, das gibt es auch nicht alle Tage.
Die Master-KAG gibt es sogar schon fünf Jahre, und sie hat sich in der hiesigen institutionellen Investment-Kultur etabliert. Herausforderungen gibt es dennoch genügend. Eine davon: Die Player unterscheiden sich immer weniger.

„Der deutsche Weg ist gar nicht so besonders“

Die Universal hat immer noch die meisten Master-Assets. Aber die Wettbewerber schlafen nicht, allen voran die Helaba und die Inka. Und auch die Custodians scharren schon länger mit den Hufen: Sie warten darauf, dass die KAGen ihre Privilegien endlich verlieren. Vergeblich? Ein Gespräch mit einem Avantgardisten der Szene, Bernd Wagner. Fragen: Clemens Schuerhoff Antworten: Bernd Wagner, Geschäftsführer Universal-Investment-Gesellschaft mbH

Kommentare & Analysen / Editorials | 13 März 2006

Opfergabe Chancenmanagement

Ja, das Jahr hat gut angefangen. Die Hausse am Aktienmarkt geht ins vierte Jahr – mal wieder. VAG-Investoren weisen wieder Nettoverzinsungen über gut fünf Prozent aus. Die Rendite inklusive der Wertveränderungen liegt häufig noch deutlich darüber. So werden die Eigenkapitalpolster aufgefüllt, immerhin steht Solvency II vor der Tür, zumindest bei Versicherern und anderen VAG-Investoren. Und viel wichtiger: Die Köpfe werden langsam wieder frei: frei für die Chancen – frei für die nächsten Diversifizierungsschritte.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 13 März 2006

Jan Altmann: Wertpapierleihe hebt verborgene Schätze

In institutionellen Portfolios schlummern unentdeckte Werte: Zusatzerträge aus Assets, die langfristig im Portfolio gehalten werden. Das Stichwort heißt Wertpapierleihe. Ähnlich wie bei der Erdölsuche, bei der alternative Quellen für das schwarze Gold angesichts der gegenwärtigen Knappheit immer rentabler werden, suchen inzwischen auch viele institutionelle Investoren in den unterschiedlichen Sedimentsschichten des Finanzmarkts nach zusätzlichen Renditequellen. Die Wertpapierleihe, bildlich gesprochen eine bessere Ausbeutung der vorhandenen Ölvorräte, scheint dagegen ein Stiefkind der Entwicklungen zu sein. Die Anbieter trommeln lieber für schicke taktische Derivatestrategien, die mehr Marge bringen. Und Institutionelle scheuen häufig die mit der Leihe verbundenenkomplexen Risiken. In diese Henne-oder-Ei-Situation gehört Bewegung, durch neue Standards, vereinfachte Prozesse und aufgeschlossene Marktteilnehmer!

Kommentare & Analysen / Kommentare | 13 März 2006

Peter Schwark: Von Amerika lernen

Obwohl die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nach den umfassenden Reformen der vergangenen Jahre stark zugenommen hat, werden nun Forderungen nach Systemveränderungen laut: So soll die automatische Entgeltumwandlung helfen, noch nicht vorsorgende Arbeitnehmer eines Betriebes in die bAV einzubeziehen. Das Altersvorsorgekonto soll vor allem kleine Betriebe für die bAV gewinnen. Beiden Reformkonzepten, die auf den ersten Blick gänzlich unterschiedliche Ansätze verfolgen, ist eines gemein: Sie kopieren Modelle aus den USA.

Brief aus Berlin

Selbst erfahrene Sozialpolitiker wissen selten um die Feinheiten der betrieblichen Altersversorgung. Das zeigte sich Anfang Februar, als der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales die von der EU-Kommission vorgelegte Portabilitätsrichtlinie beraten wollte. Das Thema wurde vertagt. „Da haben wir noch Informationsbedarf“, sagte ein Abgeordneter.

Kommentare & Analysen / Umfragen | 13 März 2006

Gegen die Großen lässt sich immer schwerer punkten

Die Großen und länderübergreifend Vernetzten, die Global Custodians, machen den traditionellen Depotbanken das Überleben schwerer. Indes: Es kommt nicht nur auf die Größe an. Auch kleine Nischen-Player können künftig bei institutionellen Investoren punkten - wenn sie flexibel und innovativ sind, und das finanzielle Commitment stimmt.

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