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Kommentare & Analysen / Editorials | 01 Oktober 2006

Risikomanagement –es lebt!

Kennen Sie das? Viele Aspekte, ­Meinungen, ­Konzepte und Ideen: Unter diesen ­Bedingungen einen Artikel zu schreiben, kann einem schon lange Nächte bereiten. Doch wie lang und schlaflos werden die Nächte erst, wenn man sich nicht auf dem Papier, ­sondern in der Praxis durchboxen muss? So wie beim Risikomanagement, dem umfangreichs­ten Themen­komplex im modernen Asset Management – und ganz besonders von ­treuhänderisch ­verwaltetem Vermögen.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 01 Oktober 2006

Ralf Lochmüller: Mehr Regulierung ist nicht gleich mehr

Hedgefonds in Deutschland, das ist vor allem eine Geschichte der kleinen Schritte. Die Protagonisten: (zu) hohe Erwartungen, zeitweilige Ernüchterung, zurückhaltende Investoren, eine unglückliche Heu­schrecken-Diskussion und eine regulierungsfreudige Aufsicht. ­Bislang konnten weder die Anzahl der Fonds (45) noch das Mittelaufkommen (rund 2,5 Milliarden Euro) die Hoffnungen der Branche ­erfüllen. Mit Lion ­Advisors und Merck Finck gaben in Deutschland bereits die ersten Hedge­fonds auf, wenn auch nicht aus Performancegründen. Fakt ist: Die Investoren halten sich immer noch zurück. Ganz anders die Szenerie im Ausland: Mit gut 1,2 Billionen Dollar entfallen inzwischen fünf Prozent aller in den USA verwalteten Assets auf Hedgefonds. Und im Aktiengeschäft gehen Schätzungen zufolge rund ein Drittel aller Orders auf das Konto der „Alleskönner” unter den Fonds. Noch Anfang der 90er Jahre steckten nicht einmal 50 Millionen US-Dollar in diesen Fonds. Angesichts dieses rasanten Wachstums zeigen sich vielerorts Aufsicht und Politik alarmiert.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 01 Oktober 2006

Von Nikolaus Bora

Die Regierung ist mit sich und ihrer Arbeit zufrieden. Die Richtung stimme, sagte Bundes­kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) Ende August. Der fügte hinzu, ­Anstrengung sei nötig, Angst nicht. Nur, so die Kanzlerin, das Vertrauen der Menschen in die Koalition sei „verbesserungswürdig”.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 01 Oktober 2006

Tempo, Tempo, Tempo – keine Pause!

Die wichtigste Erkenntnis der bisher umfangreichsten Erhebung über vertriebliche Exzellenz bei institutionellen Asset Managern, der VIA-Studie 2006, lautet wie folgt: Die ersten Hürden sind übersprungen, wenn auch nicht immer die richtigen. Aber immerhin: Die Branche beschäftigt sich mit vertrieblichen Fragestellungen systematischer als je zuvor.

Kommentare & Analysen / Editorials | 03 August 2006

Lasst sie ruhig abkupfern!

Bevor Holländer bei den Deutschen etwas abkupfern, muss schon Außergewöhnliches geschehen. Nun, mittlerweile ist etwas geschehen. Nein, die Rede ist hier nicht von der wiedererwachten Fußball-Spielkultur der Deutschen (ach übrigens, kennen Sie den: „Was macht ein Holländer, wenn er Fußballweltmeister geworden ist? Antwort: Die Spielkonsole aus.“), die auch die Oranjes wieder von den Zeiten Cruyffs und Neeskens‘ träumen lassen.

Kommentare & Analysen / Kommentare | 03 August 2006

Klaus Morgenstern: Besinnung auf alte Werte

Als er 2002 den Anspruch auf Entgeltumwandlung einführte, wollte der Gesetzgeber vor allem eines: Die betriebliche Altersversorgung (bAV) wieder auf Trab bringen. Reiften auch nicht sämtliche Blütenträume, so wehte in den Betriebsrentensystemen doch ein frischer Wind. Aber wie so oft schlug das Pendel nun sehr weit zur anderen Seite aus. Die Konsequenz: Wer heute von bAV spricht, meint meist die Entgeltumwandlung. Arbeitgeberfinanzierte Rentenzusagen stehen dagegen im Hintergrund. Zeit, das zu ändern – solche Stimmen hört man immer häufiger. Doch werden sie in der Wirtschaft Gehör finden?

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 03 August 2006

Brief aus Berlin

Gut 40 Minuten nach Sonnenaufgang am 3. Juli trat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Presse und erklärte nach einem mehr als zehnstündigen Verhandlungsmarathon den „Durchbruch“ bei der Gesundheitsreform. Was die CDU-Chefin zusammen mit den beiden anderen Parteivorsitzenden Kurt Beck (SPD) und Edmund Stoiber (CSU) am frühen Morgen im Kanzleramt und am Tag darauf vor der Bundespressekonferenz als Erfolg präsentierte, ist nach Ansicht von Wirtschaftsexperten und Krankenkassen eher ein Beinbruch. Wolfgang Franz, Mitglied des Sachverständigenrates und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), nennt den Kompromiss Flickschusterei. Selbst in den Koalitionsfraktionen regt sich Widerspruch. Kurt Beck tat sich schwer, im SPD-Vorstand den notwendigen Rückhalt für das Konzept zu bekommen.

Kommentare & Analysen / Hintergrund | 03 August 2006

„Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein

Die Sprache der Fondsindustrie ist reich an Moden und Marotten – und arm an Definitionen. Die Folge: Kunden verstehen uns kaum noch, von den potenziellen Kunden – den Laien – ganz zu schweigen. Selbstredend, dass man sich in der Branche auch kaum noch versteht. Die Folge: Scheinkonflikte und Vertrauensverlust bei den Kunden. Gastbeitrag von Baki Irmak

Kommentare & Analysen / Umfragen | 03 August 2006

An Internationalisierung und Transparenz darf gearbeitet werden

Noch gibt es sie im Immobiliengeschäft, die Black-Box-KAGen, die im Wertpapiergeschäft schon ums Überleben kämpfen. Doch der Transparenzzug kommt auch bei Immobilien-KAGen ins Rollen, dem schärferen Wettbewerb sei Dank. Portfolios internationalisieren und Präsenz vor Ort aufbauen, so lautet derzeit die Aufgabe der Gewinner. Von Clemens Schuerhoff

Deutschlands Uhren dürfen anders ticken

In Deutschland ticken die Uhren nunmal anders – auch in der institutionellen Geldanlage. Wer das nicht versteht, der braucht hier erst gar nicht aufschlagen. Zumindest nicht missionarisch. Und auch nicht mit dem Anspruch, schnell ein profitables Business hochzuziehen. In keinem anderen der großen institutionellen Märkte Europas – vor allem in Großbritannien und der Schweiz – ist die Investorenlandschaft heterogener, lassen sich so wenig Institutionelle von einem Consultant beraten und sind so viele Regularien zu beachten. Nirgendwo sonst wird Risikomanagement mit Verlustmanagement verwechselt und nicht mit Chancenmanagement verbunden, wird die Wertpapierleihe so wenig genutzt und existiert neben Custodian und Asset Manager auch noch eine KAG. Schließlich sehen Investoren ihren Asset Manager in keinem anderen großen Markt eher als Risikomanager denn als Renditemanager. Alles nur Vorurteile? Nein, keineswegs. Letzteres ist nachzulesen in der jüngsten Risikomanagement-Studie der Professoren Johanning und Rudolph, alles andere in dieser Ausgabe von dpn.

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